direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Forschung

Millionen für Solarenergie und Wasserstoffforschung

Mittwoch, 17. Juni 2009

Unter der Federführung des Kompetenzzentrums PVcomB wird ein Verbundprojekt von Forschungsinstituten aus Berlin und Brandenburg im Rahmen des Programms "Spitzenforschung und Innovation in den neuen Ländern" mit etwa 15 Millionen Euro gefördert. Aufgelegt wird das Programm vom Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF. Die Mittel dienen dem Ausbau des Kompetenzzentrums "Dünnschicht- und Nanotechnologie für Photovoltaik Berlin" (PVcomB), das eine gemeinsame Initiative von TU Berlin und Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) ist. Ziel ist es, den Technologietransfer auf dem Gebiet der Dünnschicht-Photovoltaik zu fördern und dringend benötigte Fachkräfte auszubilden. Von den 15 Millionen Euro wird die TU Berlin in den nächsten fünf Jahren über sechs Millionen Euro erhalten, ein Teil davon geht an das DFG-Forschungszentrum Matheon - Mathematik als Schlüsseltechnologie. Mit diesen Mitteln wird am PVcomB eine weltweit einzigartige Forschungs- und Ausbildungsinfrastruktur für Dünnschicht-Photovoltaik entstehen und so die Lücke zwischen Grundlagenforschung und Industrie geschlossen werden.
Aufseiten der TU Berlin arbeiten in diesem Zentrum die Professoren Christian Boit (Halbleiterbauelemente), Bernd Rech und Hans-Werner Schock (Photovoltaik), Wolfgang Eberhardt (Synchotronstrahlung) - alle drei sind auch am HZB tätig -, Birgit Kanngießer (Röntgendiagnostik) und Volker Mehrmann, Sprecher des Matheon. "Nach über zwei Jahren Arbeit sehen wir nun, dass es sich gelohnt hat", sagt der TU-Vizepräsident für Forschung, Professor Johann Köppel. Er hat die Initiative von Beginn an intensiv begleitet.

Ebenfalls erfolgreich waren die UniCat-Forscher und TU-Chemie-Professoren Matthias Drieß, Siegfried Blechert und Reinhard Schomäcker, die an dem Netzwerk "Energie für die Zukunft - Photokatalysierte Spaltung von Wasser zu Wasserstoff (Light2Hydrogen)" beteiligt sind. Es wird vom Leibniz-Institut für Katalyse in Rostock geleitet. Das Netzwerk besitzt zwei regionale Schwerpunkte - einen in Rostock/Greifswald und einen in Berlin/Brandenburg. “Das Gesamtziel des Forschungsvorhabens ist die direkte photokatalytische Herstellung von Wasserstoff aus Wasser mithilfe von Sonnenlicht und damit einhergehend erste technische Anwendungen“, sagt Matthias Drieß, der das Projekt für den Berliner Raum koordiniert und Sprecher des Exzellenzclusters UniCat ist, der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern gefördert wird.

Die Herausforderungen der Forscher im Projekt "Unifying Concepts in Catalysis" (UniCat) bestehen in der Synthese und im Testen von Kohlenstoffnitrid, das in einer dem Grafit ähnlichen Schichtstruktur vorliegt. Die Lichtquantenausbeute soll von zurzeit 0,1 Prozent auf 15 Prozent erhöht werden.

Dazu soll das sichtbare Licht stärker ausgenutzt werden, indem der Absorptionsbereich von derzeit 450 Nanometern auf 600 Nanometer vergrößert wird. Dies wird durch Dotierungen (Einbringen von Fremdatomen) und die Verbindung mit hochporösen und transparenten Halbleiteroxid-Filmen erreicht. Zur wirtschaftlichen Umsetzung sind zwei innovative kleine und mittlere Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern eingebunden.

sn / Quelle: "TU intern", 6/2009

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Diese Seite verwendet Matomo für anonymisierte Webanalysen. Mehr Informationen und Opt-Out-Möglichkeiten unter Datenschutz.