direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Page Content

There is no English translation for this web page.

Forschung

Schall und Druck

Montag, 18. Mai 2009

Vakuum hilft Lärm zu mindern

Das Vakuum in einer Folie
Das Vakuum in einer Folie führt zu besonders hohen schalldämmenden Effekten
Lupe

Umweltlärm ist eine der bedeutsamsten Ursachen für Gesundheitsschäden im städtischen Bereich. Zur Lärmminderung ist unterschiedliches Material einsetzbar, doch nicht jedes bewährte Material ist überall geeignet. Maßnahmen passiver Schalldämmung werden in vielen Bereichen angewendet, insbesondere in der Bautechnik. Meist wirkt der Materialeinsatz weder volumen- noch gewichtsmäßig zurück auf die Funktionalität des Tragwerks. In Verkehrsmitteln, vor allem in Flugzeugen, sieht das allerdings anders aus. Hier sind beispielsweise die Dämmeigenschaften von Holz aufgrund des Eigengewichtes undenkbar, weil unwirtschaftlich. Seit einigen Jahren beschäftigt sich Dr.-Ing. Dmytri Rakov, Mitglied der russischen Akademie der Wissenschaften und ehemaliger Alexander von Humboldt-Stipendiat sowie Mercator-Professor an der TU Berlin, mit diesem Problem. Er arbeitet dabei eng mit Prof. Dr.-Ing. Jürgen Thorbeck vom TU-Institut für Luft- und Raumfahrt zusammen.

Das Vakuum in einer Folie
Lupe

Die Ergebnisse ihrer Versuche mit den Dämmeigenschaften von Schaumstoffmaterialien stellten die beiden Wissenschaftler kürzlich der Öffentlichkeit vor. Messungen ergaben, dass die Schalldämmungswerte von  Schaumstoffen signifikant steigen, wenn man sie vakuumdicht mit dünnen Folien ummantelt. Die Wissenschaftler verwendeten verschiedene Elemente aus Mineral- und Kunststofffasern sowie technische Schäume, die sie hermetisch in eine dünnwandige, membranartige Kunststoffhülle einschlossen. Das Verfahren nennen sie 4-S-Technologie (Steerable Sound Suppression System/Steuerbares Schall-Senkungssystem). Im Vergleich zur Anwendung ohne Umhüllung oder mit einer Anwendung mit vermindertem Druck in der Hülle konnten die Wissenschaftler deutliche Schallpegelabsenkungen feststellen. "Hierbei scheint es sich um ein technisch nutzbares akustisches Phänomen zu handeln, das wir noch näher untersuchen müssen", so Dmytri Rakov.

pp / Quelle: "TU intern", 5/2009

Zusatzinformationen / Extras

Quick Access:

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

This site uses Matomo for anonymized webanalysis. Visit Data Privacy for more information and opt-out options.