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TU Berlin

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Forschung

Neu bewilligt

Dienstag, 07. April 2009

Ressourcen schonen bei der Chlorherstellung

/tui/ Chlor, Natronlauge und Wasserstoff stellen einen unverzichtbaren Rohstoff der chemischen Industrie dar. Rund 70 Prozent aller chemischen Produkte benötigen im Herstellprozess Chlor, Wasserstoff und/oder Natronlauge. In Deutschland wurden 2007 etwa 4,6 Millionen Tonnen Chlor, 0,13 Millionen Tonnen Wasserstoff und 5,18 Millionen Tonnen Natronlauge produziert, weltweit ein Vielfaches. Ein kleiner Teil davon wird durch Salzsäure-Recycling (Elektrolyse, Gasphasenoxidation von Chlorwasserstoff) hergestellt. Die recyclebaren Mengen von Chlorwasserstoff werden zukünftig aber signifikant steigen, da der PVC-Markt nicht so stark wächst wie der von chlorfreien Produkten wie Polycarbonat oder Polyurethane. Die Verarbeitungsprozesse sind sehr energieintensiv. Für die in Deutschland benötigte Menge bedarf es der Leistung von zwei bis drei Kraftwerken, sodass der Anteil an Energiekosten bei der Chlorherstellung etwa 50 Prozent beträgt. Durch den erwarteten Anstieg werden auch die Kosten für die gesamte Folgechemie steigen, was die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen chemischen Industrie beeinträchtigt. Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Peter Strasser (Fachgebiet Technische Chemie) arbeitet derzeit an einem vom Bundesforschungsministerum geförderten Verbundprojekt, um energieeffiziente und Ressourcen schonende Produktionsverfahren für diese Problematik zu entwickeln.

Quelle: "TU intern", 4/2009

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