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Forschung

Die Zehn-Millionen-Euro-Frage

Montag, 09. Februar 2009

Die digitale Welt von morgen

Birgit Kleinschmit
Birgit Kleinschmit
Lupe [1]

Stellen Sie sich vor, Athene, die Göttin der Wissenschaft und Weisheit, beschenkte Sie mit zehn Millionen Euro. Was würden Sie mit dieser Gabe Wegweisendes für die Forschung tun? Professorinnen und Professoren der TU Berlin antworten. Heute: Dr. Birgit Kleinschmit, Professorin für Geoinformationsverarbeitung in der Landschafts- und Umweltplanung.

Diese Summe würde ich zu einem Teil in den Ausbau einer digitalen Welt investieren. Der Bedarf an vierdimensionalen räumlichen Daten und ihrer nahezu unbeschränkten Verfügbarkeit zur Analyse und Modellierung räumlicher Prozesse und Strukturen wie zum Beispiel in der Umweltplanung ist enorm. Zurzeit sind viele dieser riesigen kostbaren Datenmengen weder ungehindert zugänglich noch standardisiert. Um sie zu strukturieren, zu verwalten, einheitlich bereitzustellen und wertbringend in Forschung, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft zu nutzen, würde ich eine internationale Forschergruppe an der TU etablieren, die insbesondere für die Anforderungen der Umweltforschung den Schritt in Richtung einer digitalen Welt weiter voranbringt.

Einen anderen Teil des Geldes würde ich dafür nutzen, den Forschergeist unter den Kindern und Jugendlichen anzufachen. Ich vermisse bei zu vielen Studierenden die Freude am Entdecken. Schon im Kindergarten und in der Schule müssen wir eine Kultur der Neugierde schaffen.

Quelle: "TU intern", 2/2009

"TU intern" Februar 2009

  • Online-Inhaltsverzeichnis [2]
  • Hochschulzeitung "TU intern" - Februar 2009 [3]
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