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TU Berlin

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Forschung

Der Bahnhof als Instrument der Stadtentwicklung

Dienstag, 07. April 2009

Die großen Stationen in Berlin, London und New York im Vergleich

Ein Bahnhof wie der Berliner Hauptbahnhof
Ein Bahnhof wie der Berliner Hauptbahnhof hat eine hohe strategische und symbolische Bedeutung für das künftige Gesicht einer Stadt
Lupe

Bahnhöfe üben seit jeher eine Faszination auf die Menschen aus - als Plätze des Wegfahrens und Ankommens, als Plätze der Kommunikation und inzwischen immer häufiger als Plätze des Konsums. Welche Rolle Bahnhöfe als Impulse für die sie umgebenden Städte geben können, interessiert Deike Peters vom Center for Metropolitan Studies am Institut für Geschichte und Kunstgeschichte der TU Berlin.

Im Rahmen des Emmy-Noether-Programms der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) evaluiert die promovierte Wissenschaftlerin mit ihrer Arbeitsgruppe das Potenzial von innerstädtischen Bahnhöfen, um zu einer nachhaltigen Siedlungs- und Verkehrsentwicklung beizutragen.

"Uns interessiert, wie große Metropolen ihren Strukturwandel bewältigen und welche Rolle dabei große Stadt- und Verkehrsentwicklungsprojekte auf Bahnhofsarealen spielen können", umreißt Projektleiterin Deike Peters ihr Forschungsinteresse. Seit einiger Zeit beobachteten Stadtplaner eine Renaissance der Innenstädte. Das frühere Modell einer Metropole mit Büros und Geschäften im Stadtkern und "Schlafstädten" an der Peripherie sei überholt.

Im Rahmen des Forschungsprojektes, das im Oktober 2008 startete und bis zu fünf Jahre lang von der DFG finanziert wird, wollen die Wissenschaftler eine internationale Datenbank erstellen, die alle groß angelegten Stadtumbauprojekte rund um Bahnhöfe erfasst. Parallel dazu werden ausgesuchte Standorte wie Berlin (Hauptbahnhof), London (St. Pancras/King’s Cross) und New York (Penn/Moynihan Station) in vertiefenden Fallstudien analysiert. "Letztlich geht es darum, unseren Wissensstand auf diesem Gebiet der Stadtplanung zu vertiefen. Eine systematische, international vergleichende Untersuchung zu Großprojekten der Stadtentwicklung, die den Um- oder Neubau von modernen innerstädtischen Bahnhöfen und die gleichzeitige Neuplanung der umliegenden Areale als attraktive, gemischt genutzte Standorte beinhalten, gibt es jedoch bisher nicht", sagt Deike Peters. "Dabei haben gerade diese Bahnhofsprojekte eine hohe strategische und symbolische Bedeutung für das zukünftige Gesicht der Städte." Gerade der Berliner Hauptbahnhof ist für die Arbeitsgruppe nicht nur wegen seiner räumlichen Nähe von großem Interesse. "Berlin ist aufgrund seiner jahrzehntelangen Teilung ein Sonderfall der Stadtentwicklung", sagt die Wissenschaftlerin.

Andrea Puppe / Quelle: "TU intern", 4/2009

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