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TU Berlin

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Forschung

Wenn nichts fließt

Montag, 14. April 2008

Wissenschaftler untersuchten, wie verstopfte Berliner Pumpen wieder durchlässig werden

Als vor vier Jahren die Berliner Wasserbetriebe damit begannen, ihre 143 Pumpwerke zu modernisieren, häuften sich Havarien. Der Grund: verstopfte Pumpen. Das Unternehmen wandte sich an die Wissenschaftler des Fachgebietes Fluidsystemdynamik an der TU Berlin. Zusammen mit der Berliner Firma "Aucoteam" wird seitdem an dem Forschungsprojekt "Optimierung der Verfügbarkeit komplexer Abwassersysteme mit Hilfe eines Diagnosesystems mit aktiver Reaktion" gearbeitet, gefördert durch das Berliner Programm "ProFit". "Es gab zwei wesentliche Phänomene", sagt Frank Neuer, "zum einen kam es zu Verstopfungen in den Pumpen zwischen dem rotierenden Laufrad und dem Gehäuse, zum anderen bildeten sich große Knäuel aus den Feststoffen im Abwasser, sogenannte Verzopfungen."

Das Team unter Leitung von Professor Paul Uwe Thamsen ging den Verzopfungen und Verstopfungen auf den Grund. "Erst einmal mussten wir verstehen, wie diese Knäuel entstehen, um in einem zweiten Schritt Lösungen zu entwickeln, die diese Verstopfungen verhindern", sagt Neuer. An einem Abwassersystem-Prüfstand an der TU Berlin, einer Art  gläsernem Pumpwerk, wurden die Verstopfungsphänomene simuliert, die zeigten, dass Zusammenhänge bestehen zwischen dem Betriebspunkt der Pumpe und dem Ort sowie Art der Verstopfung. So bilden sich bei niedriger Drehzahl der Pumpe besonders Verzopfungen im Saugraum des Pumpwerkes, bei großer Förderhöhe hingegen treten vermehrt Spaltverstopfungen auf. Die Phänomene können über Sensoren erkannt, und es können geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. "Gezielte Spülstöße entgegen der Pumprichtung würden eine sich anbahnende Verzopfung langfaseriger Schmutzstoffe im Ansaugbereich der Abwasserpumpe verhindern und Hochdruckspülungen im Pumpengehäuse Ablagerungen gezielt beseitigen", sagt Frank Neuer.

Sybille Nitsche / Quelle: "TU intern", 4/2008

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