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TU Berlin

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Forschung

Ständige Mahnung

Freitag, 15. Februar 2008

Geschichte der DFG

Zutiefst unbequem sei die Wahrheit über die Rolle der größten deutschen Forschungsförderungs-Organisation, der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), insbesondere in der Zeit der Nazi-Herrschaft. So kommentierte DFG-Präsident Matthias Kleiner die Ergebnisse der unabhängigen Forschergruppe zur Geschichte der DFG 1920-1970, die kürzlich die Bilanz ihrer siebenjährigen Arbeit präsentierte. Unter anderem habe sich auch die "Deutsche Gemeinschaft zur Erhaltung und Förderung der Forschung", wie die - kurz "Forschungsgemeinschaft" genannte - Vorgängereinrichtung der DFG hieß, sich nach 1933 in hohem Maße und zu großen Teilen rückhaltlos in den Dienst des nationalsozialistischen Unrechtsregimes gestellt. Grausamer Höhepunkt, nach der Vertreibung demokratischer und jüdischer Wissenschaftler aus den Universitäten, seien die Menschenversuche Josef Mengeles in Auschwitz gewesen, die von der "Forschungsgemeinschaft" mit Geld und Geräten gefördert worden waren. Den Wissenschaftlern hätten in einem regelrechten Wettbewerb oft große Chancen für persönliches und wissenschaftliches Fortkommen offengestanden - und seien von ihnen genutzt worden. Mit den Ergebnissen werde sich die DFG intensiv auseinandersetzen, versprach Kleiner. Vor allem sollten sie der deutschen Wissenschaft eine ständige Mahnung und eine hohe Verpflichtung sein.

pp / Quelle: "TU intern", 2-3/2008

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