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TU Berlin

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Forschung

Sinkende Kosten, steigender Absatz

Montag, 13. Oktober 2008

Kompetenzinitiative für optimale Produktentwicklung in neuen Bundesländern startet im November

ZMMS-Labor
Eine der wichtigsten Untersuchungen für die Entwicklung von nutzerfreundlichen Produkten ist die Blickbewegungsmessung, die im ZMMS-Labor durchgeführt wird. Projektleiter Manfred Thüring montiert die Helmkamera bei der Testperson Axel Hillebrand
Lupe

"Die Gebrauchstauglichkeit von Produkten - unter Fachleuten ,Usability’ genannt - ist heute ein zentraler Wettbewerbsfaktor für Unternehmen und er gewinnt in den globalisierten Märkten unserer Zeit zunehmend an Bedeutung", sagt Manfred Thüring, Professor für Kognitionspsychologie und Kognitive Ergonomie der TU Berlin. In einem neuen Projekt, der „Kompetenzinitiative Usability“ (KiU) wollen er und ein Team des TU-Zentrums Mensch-Maschine-Systeme (ZMMS), zusammen mit der TU Chemnitz, das Bewusstsein um diesen Wettbewerbsfaktor in kleinen und mittleren Unternehmen im Osten Deutschlands stärken und für einen besseren und schnelleren Wissenstransfer der Erkenntnisse aus der Forschung in die Produktion sorgen.

Diese Initiative fand auch große Zustimmung im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und wird daher innerhalb des Innovationswettbewerbs "Wirtschaft trifft Wissenschaft" mit insgesamt rund 500000 Euro gefördert. Der Wettbewerb, der bis 2010 mit insgesamt 23,4 Millionen Euro ausgestattet ist, gehört zur Hightech-Strategie der Bundesregierung.

"Insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen, die sogenannten KMU, in den neuen Bundesländern haben das wirtschaftliche Potenzial des Wettbewerbsfaktors ,usability‘ noch nicht konsequent erschlossen", erklärt Manfred Thüring. Die Initiative will sie daher mit den entsprechenden Methoden des „Usability Engineering und Testing“ vertraut machen. Das sind alle Aktivitäten innerhalb eines Produktlebenszyklus, die der Erhöhung der Gebrauchstauglichkeit und Benutzerfreundlichkeit dienen. Beispielsweise spielen bereits während der Entwicklung eines Produktes die Benutzer und potenziellen Kunden eine zentrale Rolle. Sehr früh im Laufe der Entwicklung werden Benutzertests, Kundenbefragungen und Bewertungen von Prototypen durchgeführt. So können schon während der Designphase regelmäßige Evaluationen durchgeführt, mögliche Mängel aufgedeckt und ihre Verankerung im Produkt verhindert werden. Ein teures Re-Design wird dadurch vermieden. Die Entwicklungskosten neuer Produktlinien sinken spürbar, die Absatzchancen steigen. "Gerade die KMU in den neuen Bundesländern können damit ihre Wettbewerbssituation und Marktstellung spürbar verbessern", so Thüring. Die Kompetenzinitiative baut ein Netzwerk auf, das Wissenschaft, Wirtschaft, Industrie- und Handelskammern sowie Verbände im Osten Deutschlands miteinander verbindet und sicherstellt, dass die Methoden des Usability Engineering bei den KMU stärker berücksichtigt werden. Neben intensiver Öffentlichkeitsarbeit werden diverse Schulungen, Beratungen, Coachings und auch Personaltransfers durchgeführt. Im Zentrum stehen dabei Projekte, in denen Produkte evaluiert und optimiert werden. Sie bieten den Unternehmen die Gelegenheit, praktische Erfahrungen mit innovativen Evaluations- und Entwicklungsmethoden zu sammeln und diese als Maßnahmen der Qualitätssicherung in ihre Produktlebenszyklen zu integrieren. Im November 2008 nimmt die "Kompetenzinitiative Usability" ihre Arbeit auf.

Patricia Pätzold / Quelle: "TU intern", 10/2008

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