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TU Berlin

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Forschung

Produkte der Zukunft

Montag, 14. April 2008

Staubsauger an Stehlampe

/stt/ Ein winziger Chip soll in Zukunft dafür sorgen, dass sich unsere elektrischen Geräte - egal ob im Büro oder zu Hause - intelligent vernetzen. Die Basis für diesen weiteren Baustein zum vernetzten Haus der Zukunft liefert "digitalSTROM" - ein neues Verfahren zur Übertragung von digitalen Informationen über existierende Stromleitungen. Integriert wird es in das Forschungsprojekt "SerCHo", dessen wissenschaftliche Leitung in den Händen von TU-Professor Sahin Albayrak liegt. Ziel der Zusammenarbeit ist die Integration der "digitalSTROM"-Technologie in das vernetzte Haus. So soll es möglich sein, die von "SerCHo" entwickelten Dienste ohne den Aufbau eines zusätzlichen Netzes jedem Gerät über die Stromleitung zur Verfügung zu stellen.

Ein winziger Chip sorgt für intelligente Vernetzung

Im Rahmen von "SerCHo" wird mithilfe von softwarebasierten "persönlichen Assistenten" ein neuartiger Ansatz zur Heimvernetzung entwickelt. Diese Assistenten, wie beispielsweise der Energiespar-, Kommunikations- oder auch Kochassistent, unterstützen den Bewohner je nach Präferenz in allen Wohnbereichen. Darüber hinaus sorgen sie für die individuelle Verknüpfung bislang isolierter Geräte aus den Bereichen Informationstechnik, Telekommunikation, Unterhaltungselektronik sowie Haus- und Hausgerätetechnik. Gefördert wird das Projekt innerhalb des "next generation media"-Programms des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie.

"digitalSTROM" bietet die Basis dafür, dass sich die "SerCHo"-Services ohne neue Verkabelung im gesamten Haus kostengünstig integrieren lassen. Künftig soll in jedes elektrische Gerät ein integrierter Hochvoltchip von der Größe 6 mal 4 Millimeter eingebaut werden. Durch die Nutzung der "SerCHo"-Services über "digitalSTROM" wird vor allem die bisherige Kommunikationslücke zwischen Geräten der Unterhaltungselektronik und Telekommunikation einerseits und Haus- und Hausgerätetechnik andererseits auf einfachste und preiswerte Weise geschlossen. Ab 2009 sollen die ersten Geräte mit "digitalSTROM" verfügbar sein. Das "SerCHo"-Projekt wurde am 1. April 2008 als "Ausgewählter Ort im Land der Ideen 2008" ausgezeichnet.

Wegweisende Logistik

/pp/ Logistikfachleute erwarten, dass der Transport auf der Straße weiter wächst, ebenso die Transportkosten. Vor diesem Hintergrund wurde vor zwei Jahren das Verbundforschungsprojekt SOA4LOG (Serviceorientierte Applikationsplattform für Logistik) unter Beteiligung des Bereichs Logistik der TU Berlin ins Leben gerufen. Die Wissenschaftler und ihre Partner entwickelten eine flexibel konfigurierbare Softwareplattform zur effizienten Planung und Steuerung aller wesentlichen Prozesse der Transport- und Dienstleistungslogistik. Transporte sollen dank verbesserter Abläufe und eines optimierten Einsatzes von Ressourcen durch SOA4LOG möglichst vermieden werden, was Kosten reduzieren kann. Das Forschungsvorhaben in Zusammenarbeit mit den ebenfalls in Berlin ansässigen Softwareentwicklungshäusern PSI Logistics GmbH und VIOM GmbH sowie dem Praxispartner City Clean GmbH & Co. KG wurde im Dezember 2007 erfolgreich abgeschlossen und hat sich bereits in der Praxis bewährt.

Forschungsprojekt SOA4LOG entwickelt Lösungen für einen optimalen Transport

Bei City Clean wurde 2007 eine Pilotanwendung betrieben und getestet. Der Funktionsumfang des Piloten für City Clean beinhaltet zunächst die sogenannte Taktische Tourenplanung, das heißt die ressourcenoptimale Zuordnung von sich wiederholenden Kundenaufträgen zu Fahrzeugen unter Einhaltung diverser Restriktionen. Durch die Pilotanwendung konnten sowohl die generelle Anwendbarkeit des serviceorientierten Systemaufbaus und des angewandten Planungsalgorithmus als auch die schnelle und flexible Anpassung an die Erfordernisse von City Clean nachgewiesen werden.

Die technologische Innovation im Vergleich zu vorhandenen Transportmanagementlösungen beruht auf der konsequenten Umsetzung der Serviceorientierung beim Systemaufbau der Plattform, die durch einzelne "Bausteine" unternehmensspezifisch angepasst werden kann.

Das Projekt wurde von einer hochkarätigen Jury aus siebzehn führenden Wissenschaftlern für das Buch "100 Produkte der Zukunft" (ECON Verlag, 2007) ausgewählt, das mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) entstand. SOA4LOG stellt darin eines von vierzehn innovativen, wegweisenden Produkten im Bereich Verkehr dar. Es wurde mit Mitteln aus dem Berliner Zukunftsfonds und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Quelle: "TU intern", 4/2008

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