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TU Berlin

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Forschung

Nachgefragt

Montag, 14. April 2008

Mit Gedankenkraft

Ulrike von Leszczynski
Lupe

TU intern befragt Journalistinnen und Journalisten, was für sie die spannendste Forschungsnachricht der jüngsten Zeit war und welches Thema mehr mediale Aufmerksamkeit verdient. Ulrike von Leszczynski ist freie Journalistin in Berlin. Für die dpa arbeitet sie im Ressort Wissenschaft/Soziales.

Faszinierend finde ich die Berliner Idee, Prothesen mit der Kraft von Gedanken zu steuern. Das klingt nach Science-Fiction, könnte aber bald Wirklichkeit werden. Charité-Neurologen und Fraunhofer-Informatiker arbeiten daran, bei gelähmten Menschen oder Unfallopfern Impulse für Bewegungen an der Kopfhaut aufzufangen und an einen Mini-Computer weiterzuleiten. Der funkt dann Bewegungsbefehle an die Prothese. Denn bei Gelähmten bleibt der Wille zu einer Bewegung erhalten, lediglich die Weiterleitung der Impulse über die Nervenbahnen in den Körper ist gestört.

Mehr Aufmerksamkeit in den Medien verdient meiner Meinung nach das Thema Tod. Damit meine ich nicht Meldungen über Selbsttötungsmaschinen. Ich meine Texte, die den Tod aus seiner Tabu-Ecke holen, ihn als alltägliches Phänomen und natürlichen Prozess erscheinen lassen. Eine Freundin von mir ist Pastorin in einer kleinen Landgemeinde. Dort starb der Inhaber eines kleinen Bestattungsunternehmens. Familie und Mitarbeiter, die jeden Tag mit dem Tod zu tun haben, waren plötzlich hilflos und fragten meine Freundin um Rat. Das finde ich sehr bezeichnend für die Defizite, die es beim Nachdenken über das Ende des Lebens, beim Abschiednehmen und bei der Trauerarbeit gibt.

Quelle: "TU intern", 4/2008

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