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TU Berlin

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Forschung

Mechanische Libellen

Dienstag, 17. Juni 2008

Wie Ingenieure von der Natur für die Technik lernen

mechanische Libelle
Sie fliegt! Bioniker Ingo Rechenberg (Foto) und sein Team haben die mechanische Libelle gebaut
Lupe

"Fliegen ist gar nicht so einfach", stellt Prof. Dr.-Ing. Ingo Rechenberg fest. Soeben ist seine Rotorlibelle seitlich abgeschmiert. Der Akku ist nach zehn Minuten vollständig entladen. "Wir profitieren von den Fortschritten der Handytechnik", erläutert der kommissarische Leiter des Fachgebietes Bionik und Evolutionstechnik an der Technischen Universität Berlin. Erst seitdem Bauteile wie Lithium-Polymer-Akkus winzig sind und dennoch ausreichend Energie liefern, ist es möglich, sogenannte Mikro-Air-Vehikel zu konstruieren.

Seit seinem zwölften Lebensjahr ist Ingo Rechenberg begeisterter Modellflieger. "Mein Studienwunsch war klar: Flugzeugbau", berichtet er. Seit zwei Jahren experimentieren die Bioniker und Modellbauer um Ingo Rechenberg mit ihren Rotorlibellen. Seit etwa einem halben Jahr sind die Mini-Flugobjekte auf nur 9,8 Zentimeter geschrumpft. Langfristiges Ziel ist es, die kleinen Flieger auch mit Kameratechnik oder Detektoren auszustatten. "Dann könnte man sie zum Aufspüren von Erdbebenopfern in unzugänglichen Gebieten einsetzen oder waldbrandgefährdete Flächen überwachen", erläutert Rechenberg den praktischen Nutzen.

Die Mikro-Hubschrauber sind als Koaxial-Rotor-Helikopter konstruiert: Zwei Motoren treiben über zwei ineinanderliegende Wellen zwei gegenläufig kreisende Rotorblatt-Duos an, die übereinandergestapelt sind. Ein Kreiselstabilisator krönt das Flügelquartett, dessen Form tatsächlich an die Flügel einer Libelle erinnert, und wirkt ausbalancierend. Der Antrieb wird von einem Akku mit Energie gespeist und per Bluetooth ferngesteuert.

"Je kleiner der Helikopter, desto schwerer ist er zu steuern", sagt Prof. Rechenberg. Schon leichter Seitenwind kann zum Problem werden. Künftig sollen die Flieger programmiert werden, sodass sie sich ihren Weg allein bahnen können. "Neulich habe ich eine Fliege beobachtet", sagt er. "Da ist uns die Biologie noch überlegen."

apu / Quelle: "TU intern", 6/2008

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