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TU Berlin

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Forschung

Klare Sicht im Blindflug

Dienstag, 17. Juni 2008

Sicherheitssysteme für die Flugzeuge der Zukunft auf der ILA vorgestellt

Heißluftballon
Jahre nach dem ersten Menschenflug in der Montgolfiere präsentierten Forscher der TU Berlin und die Festo AG einen Heißluftballon der neuen Generation. Der isolierte Festo-Ballon ist der erste kommerzielle Doppelwandballon, bei dem ein winziger Luftspalt
Lupe

Auf der diesjährigen Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) am zukünftigen Großflughafen Berlin Brandenburg International (BBI) in Berlin-Schönefeld präsentierten sich auch dieses Jahr wieder Hersteller aus der gesamten internationalen Luftfahrtbranche. Die TU Berlin war unter anderem vertreten durch das Institut für Luft- und Raumfahrt (ILR).

Auf dem Standgelände der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg wurde neben neuartigen Werkstoffen zur Herstellung von Ballonen (siehe Foto) auch eine Mess-und-Regel-Einheit für Luftschiffe präsentiert. Das TU-Fachgebiet Flugführung und Luftverkehr stellte die Funktion des Advanced Aeronautical Scientific Simulator Network (AASSN) vor. Das Netzwerk verbindet verschiedene Simulatoren des ILR, unter anderem den AARES-Simulator des Fachgebietes. So kann ein virtueller Luftraum aufgebaut werden, in dem sich mehrere Flugzeuge befinden, einschließlich Kontakt zum Fluglotsen. Über gesicherte Datenleitungen können weitere Simulatoren oder Komponenten eingebunden werden. Mithilfe mehrerer Displays und Bordcomputer konnte der Simulator vor Ort bedient und geflogen werden.

Das Motto eines weiteren Projekts (Future Integrated Passenger Aircraft Cockpit - FIPAC), "Mehr Sicht ohne Cockpitfenster", das sich großer Aufmerksamkeit erfreute, deutet schon den Inhalt an: Möglicherweise werden kommende Generationen von Verkehrsmaschinen, Überschallflugzeugen und unbemannten Systemen, kein Cockpitfenster mehr besitzen. Lässt man die Scheiben nämlich weg, erhöht sich die Strukturfestigkeit der vorderen Rumpfzelle, die Fertigungskosten sinken. Die dadurch verbesserte Aerodynamik minimiert sowohl den Treibstoffverbrauch als auch den Lärm. Ein Visualisierungssystem, das durch bildgebende Sensoren auch Rundumsicht ermöglicht, kompensiert die fehlende Sicht. Damit können die Piloten wetter- und tageszeitunabhängig von jedem Flughafen der Welt starten und landen. Zusätzlich werden wichtige Informationen in die Sicht eingespiegelt, was die Sicherheit weiter erhöht und das Situationsbewusstsein der Piloten auf hohem Niveau hält. Dabei werden Flugvektoren und Kollisionspunkte angezeigt sowie umgebende Flugzeuge in Sichtweite markiert, was Flugunfälle wie über dem Bodensee 2002 verhindert.

Dipl.-Ing. Christian Berth, Institut für Luft- und Raumfahrt / Quelle: "TU intern", 6/2008

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