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TU Berlin

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Forschung

Helfenden helfen

Montag, 13. Oktober 2008

Psychologen fragen: Wie wirksam ist Telefonberatung für pflegende Angehörige von Demenzkranken?

Altersdemenz ist eine Belastung für die Kranken wie für die Angehörigen
Altersdemenz ist eine Belastung für die Kranken wie für die Angehörigen
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Ein "telefonisches Tandem" soll dazu beitragen, Helfenden zu helfen. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) fördert zwei Jahre lang im Rahmen der Forschung zum "Leuchtturmprojekt Demenz" das Projekt "Tele.TAnDem - Telefonische Therapie für eine Kurzzeitintervention zur Ressourcenförderung bei häuslich betreuenden Angehörigen".

Unter der Leitung von Prof. Dr. Gabriele Wilz und Prof. Dr. Renate Soellner wird zwei Jahre erforscht, in welchem Maße pflegenden Angehörigen die Belastungen im Umgang mit demenzkranken Verwandten durch gezielte telefonische Beratung erleichtert werden können. Gabriele Wilz leitet an der TU Berlin das Fachgebiet Klinische und Gesundheitspsychologie, Renate Soellner an der FU Berlin den Arbeitsbereich Evaluation, Qualitätssicherung und -management in Erziehungswissenschaft und Psychologie. In Deutschland leben heute laut BMG rund 1,1 Millionen Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Bis zum Jahr 2030 wird sich diese Zahl auf ca. 1,7 Millionen erhöhen.

Die meisten älteren Menschen werden heute von Familienangehörigen gepflegt. "Zahlreiche Untersuchungen haben aufgezeigt, dass pflegende Angehörige von Demenzkranken ein erhöhtes Risiko haben, gesundheitliche Beeinträchtigungen zu entwickeln", sagt Prof. Gabriele Wilz. Zu 70 Prozent seien Frauen die Pflegenden, bei ihnen würden häufig Ängste und depressive Störungen diagnostiziert. Während des Projektes soll eine ökonomische, unter Alltagsbedingungen durchführbare innovative psychotherapeutische Intervention für pflegende Angehörige von Demenzkranken auf ihre Wirksamkeit getestet werden. Die Angehörigen sollen darin unterstützt werden, akute Probleme zu lösen und ihre eigenen Ressourcen zu stärken. "So soll das subjektive Belastungserleben reduziert werden, und wir hoffen, positiv auf depressive Symptome, Körperbeschwerden und die Lebensqualität der Angehörigen einzuwirken", beschreibt Prof. Gabriele Wilz das Ziel des Projektes.

Die Intervention besteht aus insgesamt sieben Terminen und erstreckt sich auf drei Monate. Die telefonischen Beratungen werden von klinischen Psychologinnen mit Qualifikation in kognitiver Verhaltenstherapie durchgeführt.

Andrea Puppe / Quelle: "TU intern", 10/2008

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