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Freitag, 15. Februar 2008

Deutsche Physikalische Gesellschaft erwartet 5000 Besucher zur Tagung an der TU Berlin

Im Reinraumlabor: Nanophotonik
Im Reinraumlabor: Neben dem Schwerpunkt Festkörperphysik spielt auch die Nanophotonik eine große Rolle auf der Physik-Tagung
Lupe

"Mit 900 Seiten hat unser Programm die Ausmaße eines stattlichen Telefonbuchs. Es weist auf rund 4600 Fachbeiträge und viele weitere Veranstaltungen hin", sagt TU-Professor Eckehard Schöll. Der Physiker ist Tagungsleiter der Jahrestagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG), die vom 25. bis 29. Februar 2008 an der Technischen Universität Berlin stattfindet.

Rund 5000 Fachleute aus mehr als 30 Länder werden zum größten europäischen Physikkongress erwartet. Tagungsschwerpunkte sind Festkörperphysik und Materialforschung, doch das gesamte Themenspektrum reicht von der biologischen Physik über Rüstungskontrolle bis zum Klimawandel.
Unter den Gästen sind auch vier deutsche Nobelpreisträger. Gerhard Ertl und Peter Grünberg, die erst im Dezember mit dem Chemie- beziehungsweise mit dem Physik-Nobelpreis ausgezeichnet wurden, kann das Publikum sogar hautnah erleben: Beide  halten öffentliche Vorträge in der Berliner Urania (siehe Kasten). Die Nobelpreisträger Theodor Hänsch und Klaus von Klitzing erläutern in einem Fachsymposium anlässlich des 150. Geburtstages von Max Planck neue Entwicklungen der Physik. Max Planck verdankt die Physik einen ihrer Eckpfeiler: die Quantentheorie (lesen Sie auch: TU intern 2-3/2008).

Die Tagung ist sowohl Treffpunkt renommierter Fachleute als auch Forum für junge Physikerinnen und Physiker, die noch am Beginn ihrer Laufbahn stehen. Die "Arbeitskreise Festkörperphysik" sowie "Magnetismus" verleihen je einen Preis für die beste Doktorarbeit. Mehrere Kandidaten stellen dazu ihre Forschungsergebnisse vor.

Beim Tagungsschwerpunkt "Festkörperphysik" geht es insbesondere um neue Materialien, Nanotechnologie und Mikroelektronik. Die biologische Physik widmet sich zum Beispiel dem menschlichen Gehör und den Vorgängen im Inneren von Körperzellen. Bei der medizinischen Physik geht es unter anderem um Strahlentherapie, in der Didaktik um die Frage, wie sich der Physikunterricht verbessern lässt.

Ebenfalls vertreten ist eine Disziplin, die sich mit Wirtschaftsprozessen und sozialen Netzwerken befasst: die Physik sozioökonomischer Systeme. "Aktienkurse, Wählerstimmungen und die Ausbreitung von Epidemien zeigen Ähnlichkeiten zu physikalischen Phänomenen", erläutert Schöll diesen für den Laien erstaunlichen Zusammenhang. Schwerpunkte bei den technischen Entwicklungen, etwa im Bereich der erneuerbaren Energien, sind Grundlagenforschungen zu Biokraftstoffen, Solartechnik und Windkraft. Anmeldeschluss ist der 20.2.2008.

tui / Quelle: "TU intern", 2-3/2008

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