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TU Berlin

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Graduate Studies

Der deutsche "Doktor" genießt ein hohes Ansehen

Dienstag, 17. Juni 2008

Zur Modernisierung der Promotion hat die TU Berlin ein ambitioniertes Programm vorgelegt

Junge Forschende brauchen Unterstützung beim Promovieren
Junge Forschende brauchen Unterstützung beim Promovieren
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In aller Welt und gerade auch in Deutschland werden zu geringe Promotionsquoten beklagt. Im Sommersemester 2007 waren an der TU Berlin 1419 Promotionsstudierende immatrikuliert, 35 Prozent davon Ausländer, 36 Prozent weiblich. Da es jedoch keine Immatrikulationspflicht gibt, ist diese Zahl nicht vollständig. Die Rahmenbedingungen für diese jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu verbessern ist bereits seit Jahren das Ziel verschiedener Bemühungen der Universität.

International geht der Trend derzeit dahin, durch strukturierte Promotionsprogramme die Promotionen zu modernisieren. An der TU Berlin gibt es bereits mehr als zehn solcher Programme. Auch wurden bereits eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um die Rahmenbedingungen zu verbessern. Wie die beiden Befragungen des wissenschaftlichen Nachwuchses 2002 und 2007 (WM-Studien) sowie die kürzlich veröffentlichte "Spiegelstudie", bei der die Hochschullehrer und lehrerinnen befragt wurden (s. TU intern 6/08), gezeigt haben, sind diese Maßnahmen allerdings wenig bekannt. Um weitere Impulse zur Unterstützung und Zufriedenheit des wissenschaftlichen Nachwuchses und damit zur Erhöhung der Promotionsquote zu geben, ist im Bereich des für Forschung zuständigen Vizepräsidenten Prof. Dr. Johann Köppel und der für wissenschaftlichen Nachwuchs zuständigen Vizepräsidentin Ulrike Strate von Dr. María Machón nun ein Konzept zum Aufbau eines kompakten Büros für den wissenschaftlichen Nachwuchs entwickelt worden.

Unterstützt werden sollen durch die Angebote des Büros alle Promovierenden und Promotionswilligen, egal ob sie auf Qualifikationsstellen, frei, drittmittel- oder stipendienfinanziert promovieren. Die Angebote gelten aber auch für Habilitanden, Nachwuchsgruppenleiterinnen und -leiter, Juniorprofessorinnen und -professoren, denen Orientierung in der komplexer werdenden Wissenschafts- und Wirtschaftslandschaft gegeben werden soll. Ein solches Angebot, so die Vizepräsidenten, erhöhe gleichzeitig die internationale Sichtbarkeit und Attraktivität der TU Berlin. Die Modernisierung der Promotion ist dabei keine TU-, noch nicht einmal eine nationale Angelegenheit. In vielen Staaten erfolgt die Promotion bereits in Programmform mit festgelegter Rahmenstruktur, zum Beispiel in Graduate Schools. Der europäische Hochschulreformprozess, die sogenannte Bologna-Reform, wurde 2005 im “Berliner Kommuniqué“ zur Promotionsphase hin erweitert. Zehn "Salzburg Principles" zeugen von der gemeinsamen Strategie. Auch das Bundesbildungsministerium unterstützt die Einführung von Promotionsprogrammen, warnt aber gleichzeitig vor der vollständigen Verschulung der Promotion und schlägt deshalb vor, den klassischen Promotionsweg parallel zu bewahren. Der deutsche "Doktor" nach dem derzeitigen Verfahren genieße international ein hohes Ansehen. Diese Prinzipien stimmen mit den an der TU Berlin angestrebten Qualitätsverbesserungen gut überein. Mit ihrem neuen Nachwuchsbüro ist die Universität im nationalen Vergleich also gut aufgestellt.

Patricia Pätzold / Quelle: "TU intern", 6/2008

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