direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Page Content

There is no English translation for this web page.

Forschung

Die längste Betonplatte der Welt

Montag, 28. Januar 2008

Aus einem Stück: der Boden für die Experimentierhalle des Deutschen Elektronen Synchrotrons DESY

PETRA-III-Bodenplatte
Mit fünf Betonpumpen gleichzeitig wurde der Beton für die PETRA-III-Bodenplatte in die Experimentierhalle gepumpt
Lupe

Die längste in einem Stück gefertigte Betonplatte der Welt ist 280 Meter lang, 24 Meter breit und einen Meter dick und wurde am 17. Dezember 2007 in Hamburg auf dem Gelände der Deutschen Elektronen Synchrotron DESY gegossen. Sie dient als Betonplatte für die neue Experimentierhalle, die derzeit für das PETRA III-Projekt bei DESY gebaut wird. Mit beteiligt an der Herstellung der Betonplatte war Professor Bernd Hillemeier vom Institut für Bauingenieurwesen der TU Berlin. Um diese Platte quasi aus einem Guss zu haben, bestand einer der Tricks der Betonbauexperten aus ganz Deutschland darin, die Platte auf einer dünnen Bitumenschicht zu fertigen. "Wenn sich der Beton beim Abkühlen zusammenzieht, muss die Platte gut gleiten können, um nicht zu reißen", erklärt Professor Hillemeier. Die beim Abbinden der Platte entstehende Temperatur - bis zu zirka 40 Grad Celsius - verringert dabei die Viskosität des Bitumens. Es wirkt wie ein Schmierfilm. Nach dem Abkühlen des Betons, das Mitte Januar 2008 beendet sein wird, hat die Bitumenschicht ihre Funktion erfüllt und die Platte liegt ruhig. In einem eigens eingerichteten Betonlabor prüften Spezialisten erst die Eigenschaften des Betons, bevor die Freigabe für die Baustelle erfolgte. Werte wie der Wasser-Zement-Wert, die Temperatur und die Konsistenz mussten exakt stimmen, um die Platte in einem Stück fertigen zu können.

Der einen Meter dicke Hallenboden wurde aus Hochleistungsbeton in zwei Lagen aufgetragen: Die untere Schicht ist durch herkömmliche Stahlmatten und -stäbe bewehrt. Darüber kam eine 50 Zentimeter dicke Schicht, die zusätzlich mit zwei verschiedenen Sorten Stahlfasern verstärkt wurde, um eine hohe Zähigkeit und Zugfestigkeit zu garantieren.

In dem PETRA-III-Speicherring fliegen Elektronen nahezu mit Lichtgeschwindigkeit durch Spezialmagnete und senden dadurch besonders brillante Röntgenstrahlung aus. Damit der Lichtstrahl ungestört die hochempfindlichen Experimente erreichen kann, muss der Hallenboden frei von Erschütterungen und von anderen Teilen des Bauwerks gut entkoppelt sein. Diese Anforderung erfüllt nur eine dicke, in einem einzigen Stück geschüttete Betonplatte. 2009 wird der PETRA-Speicherring fertig sein.

tui / Quelle: "TU intern", 01/2008

Zusatzinformationen / Extras

Quick Access:

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

This site uses Matomo for anonymized webanalysis. Visit Data Privacy for more information and opt-out options.