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TU Berlin

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Forschung

Casablancas Zukunft

Montag, 14. Juli 2008

Sechs Millionen Euro zur Megacity-Forschung bewilligt

Nordafrikas größte Hafenstadt ist heute eine Millionenstadt
Nordafrikas größte Hafenstadt ist heute eine Millionenstadt. Blick über die alte Medina von Casablanca
Lupe

Innerhalb von 30 Jahren, zwischen 1970 und 2003, ist die Bevölkerung im marokkanischen Casablanca von 1,5 Millionen auf 3,6 Millionen Einwohner angestiegen. Diese Entwicklung von Nordafrikas größter Hafenstadt ist Zeichen für den weltweiten Prozess der Verstädterung besonders in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Mit der Urbanisierung gehen ein enormer Energieverbrauch und damit die verstärkte Emission von Treibhausgasen sowie ein wachsender Landschaftsverbrauch einher.

Nahm Casablanca 1907 eine Fläche von 50 Hektar ein, waren es 2000 bereits 15000 Hektar. Die Frage, wie städtische Ballungsräume und Megastädte angesichts ungebremsten Wachstums lebenswert gestaltet werden können, ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Vor diesem Hintergrund investiert das Bundesforschungsministerium in Lösungen zu dieser Problematik. Jüngstbewilligtes Vorhaben ist das Projekt "Urbane Landwirtschaft als integrierter Faktor einer klimaoptimierten Stadtentwicklung für Casablanca". Es wird geleitet von Undine Giseke, Professorin für Landschaftsarchitektur/Freiraumplanung an der TU Berlin, Fakultät VI Planen Bauen Umwelt. Projektkoordinatorin ist Silvia Martin Han. Mit dieser Bewilligung wird bereits die zweite Phase des Projektes mit sechs Millionen Euro bis 2013 gefördert. "Mit unseren Partnern wie zum Beispiel dem Nationalen Institut für Raumplanung und Urbanistik in Rabat werden wir untersuchen, inwieweit urbane Landwirtschaft zu einer klimaoptimierten und nachhaltigen Stadtentwicklung und Landnutzung beitragen kann, angesichts der Tatsache, dass sich ländliche und städtische Räume zunehmend verschränken", so Undine Giseke. Unter urbaner Landwirtschaft wird dabei jegliche Form formeller (legaler) wie informeller (jenseits gesetzlicher Regelungen betriebener) landwirtschaftlicher Produktion innerhalb der Stadtregion verstanden. Eine andere zu untersuchende Frage ist, inwieweit urbane Landwirtschaft einen relevanten Beitrag zur Ernährung der Bevölkerung in einer Megacity leisten kann. Der Fokus auf die urbane Landwirtschaft als ein Faktor klimaoptimierter Entwicklung von Megacitys ist ein Novum bei der Erforschung urbaner Gestaltungsprozesse.

Eine energieeffiziente urbane Landwirtschaft soll jedoch nicht nur die Treibhausgasemissionen in der Region Casablanca minimieren. Vielmehr sollen die Ergebnisse des Projektes auch in andere regionale, nationale und internationale Zusammenhänge übertragen werden.

Sybille Nitsche / Quelle: "TU intern", 7/2008

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