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TU Berlin

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Forschung

Vom Hinsehen und Hineinsehen

Montag, 15. Oktober 2007

Patrick Illinger
Patrick Illinger
Lupe

TU intern fragt Wissenschaftsjournalistinnen und -journalisten, was für sie die spannendste Nachricht der jüngsten Zeit war und welches Thema mehr Aufmerksamkeit verdiente. Dr. Patrick Illinger ist Ressortleiter Wissen/Science Editor bei der Süddeutschen Zeitung.

Die in jüngster Zeit aufregendsten Nachrichten der Forschung kamen aus dem erdnahen Weltraum. Modernste Wetterbeobachtungssatelliten haben von dort aus das Eis der Arktis mit bislang ungekannter Präzision vermessen und in diesem Jahr festgestellt: Die Eisdecke rund um den Nordpol ist noch viel stärker abgeschmolzen als in den - an sich schon alarmierende Zahlen zeigenden - vergangenen Jahren. Die offenen Wasserflächen im hohen Norden verstärken dabei einen sich selbst verstärkenden Kreislauf: Das eisfreie Meer saugt mehr Wärmestrahlung von der Sonne auf als das stark reflektierende Packeis. Dieser "Albedo-Effekt" genannte Kreislauf ist sozusagen ein Messverstärker für den Klimawandel. Natürlich nur für jene, die auch hinsehen wollen.

Zu wenig öffentliche Beachtung finden derzeit die ethischen und sozialen Implikationen, die mit der modernen Neurobiologie einhergehen. Je mehr es Hirnforschern gelingt, in die Köpfe von Menschen zu blicken und konkrete Inhalte aus unserem Denkorgan zu lesen oder gar zu beeinflussen, desto mehr stellt sich die Frage: Wie weit wollen wir gehen? Antworten könnten insbesondere die Geisteswissenschaften liefern, zumal im Jahr der Geisteswissenschaften.

Quelle: "TU intern", 10/2007

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