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TU Berlin

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Forschung

Plauderstunde – von Auto zu Auto

Montag, 19. November 2007

Neues An-Institut mit der Daimler AG entwickelt Kommunikationssysteme im Verkehr

Ilja Radusch vom Fachgebiet Offene Kommunikationssysteme (OKS) und Daimler-Manager Ralf Guido Herrtwich (v. l.) erproben Assistenzsysteme
Ilja Radusch vom Fachgebiet Offene Kommunikationssysteme (OKS) und Daimler-Manager Ralf Guido Herrtwich (v. l.) erproben Assistenzsysteme zunächst am Mini-Modell, bevor sie sich im Oberklasse-Prototyp bewähren müssen
Lupe

Rund alle sieben Jahre bringt Daimler eine neue Mercedes-Benz S-Klasse auf den Markt. Doch Forschung und Entwicklung beginnen rund sieben bis zehn Jahre davor. "Die Frage war für uns: Wie können wir die Forschungspotenziale der Universitäten enger mit unserer eigenen Entwicklungsarbeit verzahnen?", erklärt Dr. Ralf Guido Herrtwich.

Zusammen mit einem weiteren Manager der Daimler AG, Dr. Klaus Grimm, leitet Ralf Guido Herrtwich das DCAITI (Daimler Center for Automotive Information Technology Innovations), ein neues An-Institut der TU Berlin, dessen Logo [disi:aiti:] die richtige Aussprache erleichtert. Hier arbeiten TU-Forscher zusammen mit Daimler-Ingenieuren seit rund einem Jahr an Szenarien für das Auto von morgen:

Für die "Vision Zero", die Idee der Europäischen Union vom unfallfreien Fahren, reicht es heute nicht mehr, am Fahrzeug selbst die Sicherheitsstandards zu erhöhen. Zukünftig werden immer "intelligentere" Autos gebraucht, die auch mit anderen Autos und mit der umgebenden Infrastruktur kommunizieren. Sie sollen einander zum Beispiel mitteilen, wenn sie sich auf Kollisionskurs befinden, und so Unfälle vermeiden.

"Ein sehr aktuelles Thema in der Entwicklung ist auch die Personalisierung", erklärt Ralf Herrtwich. "Bei immer mehr Fahrzeug- und Unterhaltungselektronik, die überwacht und bedient werden muss, steigt natürlich auch das Ablenkungspotenzial für den Fahrer. Künftige Assistenzsysteme sollen nicht nur die Bedienung zum Beispiel durch Spracherkennung und andere multimediale Funktionen erleichtern, sondern die Systeme sollen sich sogar selbstständig und individuell auf den jeweiligen Fahrer abstimmen."

Das Komplizierte vereinfachen will auch die Forschung zum Thema Autonomic Computing: Ein modernes Oberklassefahrzeug ist heute kein überwiegend mechanisches System mehr, sondern beinhaltet rund 80 vernetzte Systeme, die verlässlich zusammenarbeiten müssen. Mit den Ergebnissen des DCAITI können sie einander mögliche Ausfälle und Fehler mitteilen und automatisch ausgleichen.

Beteiligt an dem modern ausgestatteten Institut im TU-Hochhaus am Ernst-Reuter-Platz sind die TU-Fachgebiete Offene Kommunikationssysteme (Prof. Radu Popescu-Zeletin), Softwaretechnik (Prof. Stefan Jähnichen) sowie Übersetzerbau und Programmiersprachen (Prof. Peter Pepper). Da zwei von ihnen gleichzeitig Fraunhofer-Institute vertreten, hat man auch diese gleich mit im Boot. 25 Mitarbeiter und mehrere Studierende arbeiten derzeit bereits im von Daimler finanzierten DCAITI. "Wir bemühen uns, die Forschungsthemen auch in die Lehre einfließen zu lassen", erklärt Ralf Herrtwich, der seit rund drei Jahren als Lehrbeauftragter an der TU Berlin Vorlesungen hält. "Demnächst halten wir auch noch ein besonderes Highlight bereit: Im Erdgeschoss des TU-Hochhauses entsteht derzeit eine Autowerkstatt mit zwei Stellplätzen. Dort sollen Mitarbeiter und Studierende bald direkt an Fahrzeugen, die von Daimler gestellt werden, experimentieren und ihre Innovationen ausprobieren können."

Patricia Pätzold / Quelle: "TU intern", 11/2007

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