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TU Berlin

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Forschung

Mehr Beweglichkeit für Patienten

Montag, 18. Juni 2007

Experten diskutieren über Technologien zur Gesundheitsversorgung von morgen

Die sogenannte Schlüssellochchirurgie erleichtert dem Operateur die Navigation, indem sie ihm während eines Eingriffs eine digitalisierte Operationsplanung direkt auf das Operationsfeld projiziert. Die moderne, computerunterstützte Operationsplanung und -durchführung macht es damit möglich, auch besonders schwer zugängliche Körperregionen zu erreichen. Gleichzeitig verhindern die Computersysteme, dass der Chirurg außerhalb des vorgesehenen Operationsfeldes agiert, also zum Beispiel in Gewebe oder Organe eindringt, wodurch diese verletzt werden könnten.

Professor Eckart Uhlmann, Leiter des Fachgebiets Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik, arbeitet an solchen technischen Lösungen. "Intelligente Instrumente optimieren die Behandlungsqualität", sagte Uhlmann während der Veranstaltung "Technologien für die Gesundheitsversorgung von morgen", die am 8. Mai 2007 an der TU Berlin stattfand. Die Veranstaltung ist Teil der Diskussionsreihe "TU Berlin - Think Tank der Innovationen", die die Universität, die Industrie- und Handelskammer Berlin sowie die Gesellschaft von Freunden der TU Berlin e. V. ins Leben gerufen haben.

Das beschriebene Operationsszenario beruht auf einem Technologietransfer aus der Automatisierung in die Medizin - robotergestützte Systeme werden für den Einsatz in der Chirurgie und Rehabilitation entwickelt.

All diese Forschung dient der Sicherung der Gesundheit der Menschen - angefangen bei der Diagnostik über die Therapie bis hin zur Rehabilitation. Eine moderne Gesundheitsversorgung ist zudem ohne die Beteiligung zahlreicher Akteure und vielfältigsten Know-hows nicht mehr denkbar. Eine zunehmende Rolle spielen hoch spezialisierte ingenieurwissenschaftliche Entwicklungen wie die von Professor Uhlmann.

Diese werden aber auch am Fachgebiet Medizintechnik der TU Berlin erbracht. Hier nimmt man sich der immerhin 300000 Menschen in Deutschland an, die nach einer Gliedmaßenamputation auf einen funktional hochwertigen Ersatz hoffen. Dabei kommen moderne, mikroprozessorgesteuerte Kniegelenke und weitere Prothesenkomponenten zum Einsatz, die in der Arbeitsgruppe von Professor Marc Kraft in Zusammenarbeit mit Industriepartnern entwickelt werden.

Auf die Bedeutung der Forschung und Entwicklung in Kooperationen zwischen Industrie und Universitäten wies auch Professor Siegmar Blumentritt von der Otto Bock HealthCare hin. Allerdings sei die gegenwärtig praktizierte Modalität öffentlicher Forschungsförderung dafür nicht immer ideal: In einem sich hoch dynamisch entwickelnden Gebiet müssten Neuentwicklungen häufig viel schneller in die Anwendung gelangen.

Dr. Monika Huber, Zentrum für Innovative Gesundheitstechnologien (ZIG) / Quelle: "TU intern", 6/2007

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