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TU Berlin

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Forschung

Erwünschter Effekt

Montag, 18. Juni 2007

Sonderforschungsbereich 557 weiter gefördert

Wenn der Fahrtwind über dem Führerhaus des Sattelschleppers Wirbel bildet, vor dem dahinterliegenden Container hängen bleibt und damit die Fahrt bremst oder wenn ein Lenkmanöver des Piloten die auftreibende Luftströmung um die Tragflächen herum abreißt und das Flugzeug absackt, dann ist das ein Problem von Scherströmungen. Diese zu analysieren, zu berechnen und zu beeinflussen, haben sich rund 100 Strömungsmechaniker, Sensorexperten, Regelungstechniker und Mathematiker - Forscher der TU Berlin, des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, des Konrad-Zuse-Zentrums für Mathematik und anderer Institute - zur Aufgabe gemacht. In bislang drei Förderphasen der Deutschen Forschungsgemeinschaft arbeiten sie bereits seit 1998 im Sonderforschungsbereich 557 "Beeinflussung komplexer turbulenter Scherströmungen" daran, Grundlagen zu erforschen, um die unerwünschten Effekte zu verhindern. In dieser Zeit haben sie auch bereits international Bahnbrechendes geleistet und sich eine einmalige Kompetenz erarbeitet, nicht zuletzt aufgrund ihrer internationalen Vernetzung. Das überzeugte die DFG-Gutachter nun, einer vierten und letzten Förderung von drei Jahren zuzustimmen. "Wir haben uns entschlossen", erklärt TU-Prof. Dr.-Ing. Rudibert King, Mess- und Regelungstechnikexperte und Sprecher des Sfb 557, "nicht das zukunftsträchtige Forschungsgebiet der Strömungsbeeinflussung durch die Betrachtung neuer Konfigurationen zu verbreitern. Vielmehr werden wir neue und angepasste Methoden und Konzepte an den bereits behandelten Leitkonfigurationen in Richtung praxisrelevanter Demonstratoren konsequent zum Abschluss bringen." Und das Technologiewissen bleibt nicht im Elfenbeinturm: Durch die Kooperation mit Rolls-Royce, wo an hoch belasteten Turbinenschaufeln geforscht wird, sowie neuerdings mit Airbus (Hochauftriebskontrolle an Tragflügelmodellen moderner Verkehrsflugzeuge), ist über sogenannte Transferbereiche der rasche Wissenstransfer in die Wirtschaft ebenfalls gesichert.

pp / Quelle: "TU intern", 6/2007

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