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TU Berlin

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Forschung

Die komplette Behandlungskette

Montag, 16. Juli 2007

Im weltweit einzigartigen Labor "medilab" werden Schwachstellen im Gesundheitswesen aufgedeckt

Blick in einen der Behandlungsräume des medilab
medilab. Blick in einen der Behandlungsräume, die im neuen „medilab“ eingerichtet wurden, einschließlich Unfallstelle mit Unfall- und Rettungswagen.
Lupe

Massenkarambolage auf der Autobahn - ein Horrorszenario für jeden Beteiligten und ein Fall für die medizinische Notfallrettung. Allein in Deutschland werden jährlich mehr als 330000 Personen im Straßenverkehr verletzt - von kleineren Blessuren bis hin zu lebensbedrohlichen Mehrfachverletzungen. Nur eine möglichst lückenlos funktionierende Behandlungskette kann jetzt noch sicherstellen, dass sich die späteren körperlichen Beeinträchtigungen der Unfallopfer auf ein Minimum beschränken. Wie kann aber das lückenlose Funktionieren dieser Behandlungskette sichergestellt werden? Wie lässt sich ein reibungsloser Informationstransfer von der Unfallstelle über die Notfallrettung, OP und Intensivstation bis in den Homecare-Bereich organisieren? Wer braucht wann welche Informationen? Wie müssen medizinische und pflegerische Arbeitsplätze aufgebaut sein, um die Patientenbehandlung nicht nur sicher, sondern auch kostengünstig zu gestalten? Wie können wir aus unseren Fehlern lernen? Welche Qualitäts- und Effizienzpotenziale stecken in unserem Gesundheitswesen?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich das TU-Fachgebiet Arbeitswissenschaft & Produktergonomie von Prof. Dr. Wolfgang Friesdorf bereits seit rund zehn Jahren. Um diesen Forschungsansatz zu erweitern, wurde die Halle V auf dem TU-Südcampus jetzt zusammen mit 30 Partnern aus Wissenschaft, klinischer Routine und Industrie zu einem weltweit wohl einmaligen "medizinergonomischen Innovationslabor" ausgebaut - dem "medilab" der TU Berlin. Erstmalig lässt sich dort auch die komplette medizinische Notfallbehandlungskette simulieren: von der Unfallstelle über Notfallrettung, OP und Intensivstation bis hinein in den Homecare-Bereich. Schwachstellen werden dort nicht nur für einzelne Arbeitsplätze identifiziert, sondern entlang der gesamten Versorgungskette aufgedeckt, um gemeinsam mit medizinischen Anwendern, technischen Entwicklern und betroffenen Patientengruppen entsprechend nachhaltige Lösungskonzepte zu entwickeln.

Das "medilab" steht auch als Teil der TU Berlin in Vorbereitung zur Aufnahme in das Schülerlabor-Netzwerk "Gemeinsam für naturwissenschaftlich-technischen Unterricht" mit dem Ziel, junge Menschen für Natur- und Ingenieurwissenschaften zu begeistern.
tui / Quelle: "TU intern", 7/2007

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