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TU Berlin

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TU-Betonexperte Prof. Dr.-Ing. Bernd Hillemeier war an der Herstellung der längsten aus einem Stück gefertigten Betonplatte der Welt beteiligt

Dienstag, 18. Dezember 2007

Die längste, in einem Stück gefertigte Betonplatte der Welt ist 280 Meter lang, 24 Meter breit und einen Meter dick und wurde am 17. Dezember 2000 in Hamburg auf dem Gelände Deutschen Elektronen Synchrotron DESY gegossen. Sie dient als Betonplatte für die neue Experimentierhalle, die derzeit für das PETRA III-Projekt bei DESY gebaut wird. Mit beteiligt an der Herstellung der Betonplatte war Professor Bernd Hillemeier vom Institut für Bauingenieurwesen der TU Berlin. Um diese Platte quasi aus einem Guss zu haben, bestand einer der Tricks der Betonbauexperten aus ganz Deutschland darin, die Platte auf einer dünnen Bitumenschicht zu fertigen. "Wenn sich der Beton beim Abkühlen zusammenzieht, muss die Platte gut gleiten können, um nicht zu reißen", erklärt Professor Hillemeier. Die beim Abbinden der Platte entstehende Temperatur - bis zu circa 40 Grad Celsius - verringert dabei die Viskosität des Bitumens. Es wirkt wie ein Schmierfilm. Nach dem Abkühlen des Betons, das Mitte Januar 2008 beendet sein wird, hat die Bitumenschicht ihre Funktion erfüllt und die Platte liegt ruhig.

In einem eigens eingerichteten Betonlabor prüften Spezialisten erst die Eigenschaften des Betons, bevor die Freigabe für die Baustelle erfolgte. Werte wie der Wasser-Zement-Wert, die Temperatur und die Konsistenz mussten exakt stimmen, um den Platte in einem Stück fertigen zu können. Der einen Meter dicke Hallenboden wurde aus Hochleistungsbeton in zwei Lagen aufgetragen: die untere Schicht durch herkömmliche Stahlmatten und -stäbe bewehrt. Darüber kam eine 50 Zentimeter dicke Schicht, die zusätzlich mit zwei verschiedenen Sorten Stahlfasern verstärkt wurde, um eine hohe Zähigkeit und Zugfestigkeit zu garantieren.

In dem PETRA-III-Speicherring fliegen Elektronen nahezu mit Lichtgeschwindigkeit durch Spezialmagnete und senden dadurch besonders brillante Röntgenstrahlung aus. Damit der Lichtstrahl ungestört die hochempfindlichen Experimente erreichen kann, muss der Hallenboden frei von Erschütterungen und von anderen Teilen des Bauwerks gut entkoppelt sein. Diese Anforderung erfüllt nur eine dicke, in einem einzigen Stück geschüttete Betonplatte. 2009 wird der PETRA-Speicherring fertig sein.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Prof. Dr.-Ing. Bernd Hillemeier
Institut für Bauingenieurwesen
Fachgebiet Baustoffe und Baustoffprüfung
Gustav-Meyer-Allee 25
13355 Berlin
Tel.: 030/314-72100, -72101 (Sekretariat)
Fax: -72110

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