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TU Berlin

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„Amtshilfe“ für Europas größtes Analyselabor

Alternative zum Homeoffice: Mehr als 70 Freiwillige der TU Berlin bieten ihre Expertise für Labordiagnostik an

Stammexperiment gesichert. Wie kann es weitergehen?
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Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Als klar war, dass auch ihr Labor für Angewandte und Molekulare Mikrobiologie auf dem TIB-Gelände im Wedding mit dem Präsenznotbetrieb für eine Weile die Türen schließen muss, sicherte Prof. Dr.-Ing. Vera Meyer mit ihren Mitarbeiter*innen nicht nur die Stammsammlung des Fachgebietes, sondern sie hatte auch eine zündende Idee. „Mir war nicht wohl bei dem Gedanken, dass wir ausgebildete Molekularbiolog*innen und Studierende ins Homeoffice schicken, während das Personal in den Krankenhäusern und Laboren derzeit Überlast fährt“, sagt die Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Biotechnologie, das zur Fakultät III Prozesswissenschaften gehört. Spontan entschloss sie sich, dem „Labor Berlin“, zu dem ihr Team enge Kontakte pflegt, „Amtshilfe“ anzubieten. Es ist das größte Krankenhauslabor Europas, das im Auftrag von Charité und Vivantes 60 Millionen Proben jährlich analysiert, Erregernachweise und biochemische Schnelltests durchführt oder Antibiotika-Resistenzen bestimmt. Ihr institutsweiter Aufruf – neben ihrem eigenen gehören noch die Fachgebiete Bioverfahrenstechnik, Medizinische Biotechnologie, Bioanalytik, Angewandte Biochemie und Geobiotechnologie dazu – ließ ihre Mailbox schnell überquellen. „Ich war überwältigt, als sich binnen Kurzem 70 Freiwillige gemeldet hatten“, beschreibt sie. „Alles Personen, die DNA-Analytik und andere diagnostische Methoden beherrschen. Die PCR, die Polymerase-Ketten-Reaktion, ist zum Beispiel eine Labormethode, mit der aktuell das Coronavirus mit Hochdurchsatzgeräten nachgewiesen wird.“

Begeistert war auch das „Labor Berlin“ von der Hilfsbereitschaft aus der Universität. In Absprache mit dem TU-Präsidium darf diese „Amtshilfe“ nun geleistet werden, sofern sie benötigt wird. Drei neue Verträge mit studentischen Hilfskräften gibt es bereits. Nun wird zunächst abgewartet, um später bei akutem Bedarf auf die „frei gewordene“ Expertise zurückzugreifen. „Für uns ist das auch eine Auszeichnung für unsere Ausbildung“, so Vera Meyer, „und ein sicheres Zeichen, dass wir nicht am Markt vorbei ausbilden, sondern wissenschaftlichen Nachwuchs für die Zukunft!“

Patricia Pätzold, „TU intern“ April 2020

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