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„Career Day for International Junior Researchers“ an der TU Berlin 2019 - Perspektiven nach der Promotion

Wie internationale Nachwuchswissenschaftler*innen das deutsche Forschungs- und Innovationssystem bereichern

Die Karrierewege von Nachwuchswissenschaftler*innen können äußerst vielfältig sein. Nicht jede Promotion führt irgendwann zur Professur; einige führen auch in die Wirtschaft, ins Wissenschaftsmanagement oder ins eigene Unternehmen. In seiner aktuellen Studie zum Verbleib internationaler Promovierter konnte Prof. Dr. Guido Bünstorf vom Institute of Economics and International Centre for Higher Education Research der Universität Kassel (INCHER-Kassel) für diese Gruppe jedoch feststellen, dass sie in Deutschland eher in den wissenschaftlichen als in den außerwissenschaftlichen Arbeitsmarkt eintritt. Der mittlerweile dritte „Career Day for International Junior Researchers“ fand am 26. November an der TU Berlin statt.

Der „Career Day“ hatte das Ziel, internationalen Nachwuchswissenschaftler*innen der TU Berlin sowohl wissenschaftliche als auch außerwissenschaftliche Arbeitsfelder und -perspektiven auf dem deutschen Arbeitsmarkt aufzuzeigen. Acht internationale TU-Alumni stellten ihre persönlichen Karrierewege nach der Promotion im Rahmen der Informations- und Netzwerkveranstaltung vor, zu der das Alumni-Programm zusammen mit dem Nachwuchsbüro TU-DOC eingeladen hatte. Während die Alumni den rund 70 internationalen Teilnehmer*innen einen Einblick in ihren Arbeitsalltag gaben und von Chancen und Herausforderungen, Planänderungen, alternativen Karrierewegen und glücklichen Zufällen, die sie in ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn begleitet haben, berichteten, stellte Guido Bünstorf Zahlen und Fakten zu internationalen Promovierten auf dem deutschen Arbeitsmarkt vor: „Zwischen 1995 und 2017 hat sich der Anteil internationaler Promovierter in Deutschland fast verdreifacht. Aufgrund dieser beeindruckenden Entwicklung ist das für den wissenschaftlichen und außerwissenschaftlichen Arbeitsmarkt verfügbare Talent viel größer und diverser. Wir scheinen dieses enorme Potenzial jedoch (noch) nicht in angemessener Weise für uns zu nutzen, da der berufliche Übergang von internationalen Nachwuchswissenschaftler*innen in den Privatsektor gering ist.“ Bünstorf und sein Team stellten außerdem fest, dass internationale Promovierte innerhalb Deutschlands weniger mobil als nationale Nachwuchswissenschaftler*innen sind und sich eher in der Region, in der sie bereits promoviert haben, aufhalten. „Eine erhöhte Mobilität seitens der internationalen Nachwuchswissenschaftler*innen könnte dazu führen, dass sie leichteren Zugang zu außerwissenschaftlichen Arbeitsmöglichkeiten finden“, folgert Bünstorf. „Auf diese Weise könnten internationale Nachwuchswissenschaftler*innen einen noch größeren Beitrag zum deutschen Innovationssystem leisten. Initiativen wie der ,Career Day‘, die Arbeitsbereiche außerhalb der Wissenschaft explizit aufzeigen, sind wichtige Maßnahmen, um diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen.“

www.alumni.tu-berlin.de/?3490  

Dr. Natalia Realpe Carrillo, Alumna Energiemanagement & Energiesysteme

Lupe

„In mehr als acht Jahren Berufserfahrung konnte ich feststellen, dass der einzige Weg, die theoretischen Forschungsergebnisse meiner Dissertation in die Praxis umzusetzen und sie potenziellen Kunden und Kundinnen als Lösung anzubieten, die Gründung eines eigenen Unternehmens war. Die harte Arbeit meines Teams und von mir wurde schließlich mit dem EXIST-Gründerstipendium belohnt, und das war im Prinzip die Geburtsstunde unseres Start-ups HEDERA. Anderen internationalen Nachwuchswissenschaftler*innen mit ähnlichen Ideen kann ich nur sagen: ,Habt Mut und glaubt an euch!‘“

Dr. Diana Khabipova, Physik-Alumna

Lupe

„Ich arbeite als Technologieberaterin bei der VDI Technologiezentrum GmbH, einem Projektträger des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. In meiner täglichen Arbeit kann ich Forschungsanträge lesen und bewerten und die Projekte später sogar auch begleiten. Außerdem konzipiere ich zusammen mit meinen Kolleg*innen die übergreifende Förderstrategie im Bereich der Gesundheitswirtschaft. Das alles macht mir persönlich viel mehr Spaß, als selbst Anträge zu schreiben.“

Dr. Leo Bonato, Physik-Alumnus

Lupe

„Wenn ich meine jetzige Tätigkeit als Physik-Lektor beim Wissenschaftsverlag De Gruyter mit dem wissenschaftlichen Arbeiten während der Promotionsphase vergleiche, fällt mir als wesentlicher Unterschied auf, dass ich jetzt viel häufiger und intensiver mit anderen arbeite und nicht mehr ein ganz konkretes Projekt habe, mit dem ich mich größtenteils allein beschäftige. Ich habe das große Glück, wirklich tolle Kolleg*innen zu haben, sodass die Arbeit im Team viel Spaß macht.“

Dr. Marija Bertovic´, Psychologie-Alumna

Lupe

„Bereits seit 2006 arbeite ich als Wissenschaftlerin bei der Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (BAM). Dort betreibe ich vor allem anwendungsorientierte Forschung. Für mich ist es besonders motivierend, wenn ich sehe, wie meine Forschungsergebnisse, die sich beispielsweise mit der Sicherheit in der Kerntechnik, im Eisenbahnwesen oder in der Luftfahrt beschäftigen, in der Praxis umgesetzt werden. Dass ich mit meiner Arbeit einen Beitrag dazu leisten kann, dass bestimmte Prozesse sicherer ablaufen, ist ein wirklich tolles Gefühl.“

Juliane Wilhelm, TU intern Dezember 2019

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