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TU Berlin

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Alumni

Motorradbau in Teamarbeit

Freitag, 17. Mai 2019

TU-Alumnus Helmut Schramm leitet das BMW Motorradwerk Berlin

Helmut Schramm unterstützt sein Team tatkräftig. Anfang April lief in Berlin die dreimillionste Maschine vom Band
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Vor seinem Schreibtisch steht ein Motorrad: das Model BMW R 1200 GS als Rallye-Version ganz in Blau, eine große Reise-Enduro mit Sportfahrwerk und bewährtem Boxermotor. Beim Chef des größten Motorradwerks Europas überrascht dieses Büro-Accessoire nicht unbedingt. „Ich habe hier ab und zu ein Modell stehen. Unsere Motorräder sind so begehrt, dass mir nicht im Traum einfallen würde, hier ein Modell mit Verkehrszulassung ins Zimmer zu stellen. Die gehören natürlich auf die Straße“, sagt Prof. Dr. Helmut Schramm, der seit 2017 das BMW Motorradwerk in Spandau leitet.

Die Zahlen geben ihm recht. Anfang April 2019 hat das Werk die dreimillionste Maschine gefeiert, die vom Band lief. Helmut Schramm, der an der TU  Berlin Wirtschaftsingenieurwesen studiert hat und in diesem Fach 1998 auch promovierte, leitet nicht nur das größte Motorradwerk Europas, sondern auch eines der modernsten Werke weltweit. 2100 Mitarbeiter*innen bauen hier 26 verschiedene Zweiradmodelle, die von Berlin-Spandau aus in alle Welt verkauft werden.

In diesem Jahr gibt es noch eine weitere Feier: das 50. Werksjubiläum im Oktober. „Das wird ein großes Fest“, freut sich Schramm, der sein Werk auch für die nächsten Jahre gut aufgestellt sieht. „Die Zweirad-Technologie spielt in der Mobilität von morgen eine wichtige Rolle. Motorräder mit Elektroantrieb haben Zukunft“, betont er. „Ich denke, dass wir ein sehr beliebter und interessanter Arbeitgeber sind. Es gibt hier so viele Beschäftigungsmöglichkeiten – sei es im technischen, kaufmännischen oder juristischen Bereich. Außerdem können die Mitarbeiter sich weiterentwickeln und auch weltweit eingesetzt werden, wenn sie daran Interesse haben.“ Er weiß aus eigener Erfahrung, wovon er spricht. Nach seinem Studium an der TU Berlin begann er zunächst bei einem mittelständischen Unternehmen als Assistent der Geschäftsführung. „Ich wollte gern im Mittelstand arbeiten, habe jedoch bald realisiert, dass ich mich dort nicht weiterentwickeln konnte“, erinnert sich Schramm. Aus diesem Grund begann er 1990 bei der Daimler AG, 2003 wechselte er zur BMW AG nach München. Über die Jahre hatte er im Unternehmen verschiedene Führungspositionen an unterschiedlichen Standorten inne, bevor er nach Berlin wechselte. Zuletzt leitete er die Produktion des Elektroautos „BMWi“ in Leipzig. „In Berlin zu arbeiten, ist für mich als Berliner natürlich toll und schafft vielleicht ab und an mehr Nähe zu den Kollegen hier im Betrieb“, so Schramm, für den Teamarbeit und Netzwerke die Basis jedes Erfolgs sind. „Die tägliche Leistung meiner Werksmannschaft ist das Entscheidende. Für mich stellt sich die Frage: Was kann ich tun, um das Team tatkräftig zu unterstützen? Darin besteht meine Aufgabe als Chef“, sagt er. Als Wirtschaftsingenieur versteht er dabei die technische Seite ebenso wie die wirtschaftliche, als Chef zudem die menschliche. Wie sich sein Studiengang über die Jahre entwickelt hat, erfährt er durch seinen Sohn, der heute dasselbe Fach an der TU Berlin studiert. „Die Anforderungen sind gestiegen, den Aufbau des Studiums empfinde ich als sehr komplex“, stellt er fest, und: „Wichtig erscheint mir auch schon im Studium: gemeinsam ist man erfolgreicher.“

Bettina Klotz, "TU intern" Mai 2019
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