TU Berlin

TUB-newsportalVon der Promotion zum Spin-off

Page Content

to Navigation

There is no English translation for this web page.

Alumni

Von der Promotion zum Spin-off

Neysha Lobo Ploch gründete UVphotonics

Dr. Neysha Lobo Ploch teilt sich die Geschäftsführung von UVphotonics mit Dr. Jens Raß
Lupe

„Als ich nach dem Physikstudium in Mumbai und Pune TU-Professor Michael Kneissl kennenlernte und bei ihm eine Doktorandenstelle frei wurde, musste ich nicht lange überlegen. Seine Forschungsarbeiten begeisterten mich“, sagt die gebürtige Inderin Dr. Neysha Lobo Ploch. Sie arbeitete damals am Tata Institute of Fundamental Research in Mumbai.

2008 begann sie mit ihrer Promotion im Joint Lab „GaN Optoelektronik“, das vom Ferdinand-Braun-Institut, vom Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH) und vom Institut für Festkörperphysik der TU Berlin gemeinsam betrieben wird. Für ihre hervorragende und anwendungsbezogene Arbeit zur Realisierung hocheffizienter UV-LEDs erhielt sie 2015 den Dissertationspreis Adlershof und 2016 den Dimitri N. Chorafas Prize. „Auf Basis meiner Forschung lassen sich UV-LEDs mit deutlich höheren Lichtleistungen realisieren. Diese sind eine Alternative zu den quecksilberbasierten Strahlern. Meinen Kollegen und mir wurde recht schnell klar, dass unser Produkt konkurrenzfähig war, und mit Unterstützung des Centre for Entrepreneurship und des Transfer-Referats der Leibniz-Gemeinschaft bewarben wir uns erfolgreich um eine EXIST-Förderung.“

2015 gründete Neysha Lobo Ploch zusammen mit den TU-Physik-Alumni Dr. Jens Raß und Dr. Tim Kolbe sowie Walter Gibas das Spin-off UVphotonics. Das Unternehmen entwirft, entwickelt, produziert und vermarktet hocheffiziente und zuverlässige ultraviolette Leuchtdioden (UV-LEDs) als Einzelchips sowie als voll montierte Bauelemente. Die Anwendungsgebiete sind vielfältig, denn die UV-LEDs können zum Beispiel in der Medizintechnik, beim Pflanzenwachstum, bei der Materialbearbeitung sowie der Desinfektion von Wasser und Luft eingesetzt werden. Sie sind ungiftig, robust, sehr klein und energieeffizient. Ihre Wärmeabstrahlung ist gering, und sie können schnell ein- und ausgeschaltet sowie gedimmt werden. Unterstützung erhalten die vier Gründer von ihren Mentoren, den TU-/FBH-Professoren Michael Kneissl, Markus Weyers und Günther Tränkle sowie Dr. Sven Einfeldt vom Ferdinand-Braun-Institut.

„An meiner Arbeit gefällt mir ganz besonders, dass ich das in der Praxis umsetzen kann, womit ich mich während meiner Promotion jahrelang beschäftigt habe“, sagt die Mutter von zwei Töchtern. „Der Wechsel von der Wissenschaft in das kommerzielle Geschäft war eine spannende Herausforderung. Ich musste lernen, dass der Markt nicht immer das allerbeste Forschungsergebnis benötigt, sondern ein Produkt, das passt.“

Bereits im Jahr 2016 stellte sich der erste Erfolg ein: UVphotonics erhielt den Leibniz-Gründerpreis und konnte mit dem Preisgeld seine Marketing- und Verkaufsstrategie weiterent-wickeln. „Die Konkurrenz ist mittlerweile groß, und Firmen mit riesigen Investitionen treten in den Markt ein. Deswegen müssen wir unseren Business-plan regelmäßig anpassen.“ Im Fokus von UVphotonics stehen inzwischen Nischenmärkte, die ganz besonders hohe Anforderungen an LEDs stellen, so zum Beispiel Medizinprodukte. Für diese Märkte möchte es in Zukunft die Marktführerschaft übernehmen.

Juliane Wilhelm, "TU intern" 13. April 2018

Navigation

Quick Access

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe