direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Alumni

Vermittlungsrolle zwischen deutscher und arabischer Kultur

Freitag, 17. Mai 2013

TU-Alumnus Mamdouh Habashi baut das Goethe-Institut in Kairo

Mamdouh Habashi (vorn) bei der Grundsteinlegung, der Repräsentanten zahlreicher Institutionen und der Regierung beiwohnten
Lupe

Mit dem symbolischen Akt der Grundsteinlegung hat am 7. März 2013 der Neubau des Goethe-Instituts und der Außenstelle des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Kairo begonnen. Das Bauunternehmen des TU-Alumnus Mamdouh Habashi bekam den Zuschlag des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) für die bauliche Umsetzung des umfangreichen Projekts.

Er hatte sich gefreut, dass das Bauunternehmen "Al Habashi General Contracting" den Auftrag für sein sowohl technisch wie preislich bestes Angebot für den Neubau des Goethe-Instituts und der Außenstelle des DAAD in Kairo erhalten hatte. Schließlich hatte sich der Bauingenieur Mamdouh Habashi schon seit Jahren für dieses Projekt interessiert und kannte jeden Aspekt der Diskussion um den Bau.

Bereits in den 1990er-Jahren hatte das Unternehmen "Al Habashi" die ehemalige DDR-Botschaft in Kairo für das Goethe-Institut umgebaut. Das jetzige Bauprojekt wird auf einem nahe gelegenen unbebauten Grundstück mit einer darauf befindlichen verfallenen Villa entstehen, das ebenfalls zu den Liegenschaften des Instituts gehört. Bislang sind das Goethe-Institut und die Außenstelle des DAAD an drei verschiedenen Standorten untergebracht und ein Neubau war längst notwendig geworden. Das Goethe-Institut Kairo ist als Regionalzentrum für ganz Nordafrika/Nahost zuständig und koordiniert das Kulturprogramm von 13 Instituten. Ein Planungsbüro aus Erfurt hatte mit seinem Entwurf den Wettbewerb gewonnen und in der Ausschreibung für die bauliche Umsetzung konnte sich Mamdouh Habashi gegen 27 weitere Bewerber durchsetzen. Seine Firma steht in dem Ruf, preislich günstig, terminlich zuverlässig und besonders im Bereich Umwelttechnologie auf hohem technischem Niveau zu arbeiten. Diesen Standard zu halten, war in den letzten Jahren nach den politischen und wirtschaftlichen Umwälzungen in Ägypten eine große Herausforderung gewesen. Doch "Al Habashi" gelang es, die Aufträge, die die Firma erhalten hatte, trotz aller Widrigkeiten erfolgreich und pünktlich durchzuführen.

Bei dem Bau des Goethe-Instituts der Stadt Kairo konnte das Bauunternehmen innovative umweltfreundliche Techniken anwenden. So wird zur Klimatisierung der 2500 Quadratmeter umfassenden Räumlichkeiten Grundwasser genutzt und wieder zurückgeführt. Mamdouh Habashi ist überzeugt: "Diese Kühlungstechnik wird sicher in Nordafrika Schule machen, denn sie ist preisgünstig und sehr energiesparend!"

Die Restaurierung der alten Kolonialzeitvilla auf dem Gelände stellt hohe Anforderungen an die Erdbebensicherheit, deshalb sind ein vollständiger Rückbau und anschließend ein originalgetreuer Aufbau mit den alten Baubestandteilen notwendig. Die offizielle Grundsteinlegung eröffnete der deutsche Botschafter in Ägypten, Michael Bock, denn auch stilgerecht mit einem Goethe-Zitat aus den "Wahlverwandtschaften": "Drei Dinge sind bei einem Gebäude zu beachten: dass es am rechten Fleck stehe, dass es wohl gegründet, dass es vollkommen ausgeführt sei." Wie in Deutschland wurden dem Grundstein eine Urkunde, Zeitungsartikel und Münzen beigelegt. Auch die Vertreterin des ägyptischen Außenministeriums, Iman Muharram, wünschte dem Bau ein gutes Gelingen und dem Goethe-Institut weiterhin Erfolg in seiner Vermittlungsrolle zwischen der arabischen und der deutschen Kultur.

Christiane Petersen / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 5/2013

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Diese Seite verwendet Matomo für anonymisierte Webanalysen. Mehr Informationen und Opt-Out-Möglichkeiten unter Datenschutz.