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TU Berlin

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Mann bekommt die Mode ins Haus

Freitag, 17. Februar 2012

Corinna Anna Powalla bietet Online-Shopping für Männer

Für uns Frauen gehört der Modeeinkauf zumeist zu den angenehmen Seiten des Lebens. Stundenlang können wir durch die Geschäfte schlendern und nach einer passenden Hose suchen, nebenbei noch zwei Blusen kaufen, die wir eigentlich nicht benötigen, und nach vier Stunden Shopping auch ohne neue Hose nach Hause gehen, denn: Nach dem Einkaufsbummel ist vor dem Einkaufsbummel! Daher gehören Frauen auch nicht zur angepeilten Kundschaft von Corinna Anna Powalla. Sie hat im Herbst 2011 ihre Firma „Curated Shopping GmbH“ gegründet, die mit der Website „Modomoto“ speziell für Männer einen ModeShopping-Service anbietet.

Lupe

„Obwohl wir erst vor zwei Monaten unsere Website gestartet haben, konnten wir schon viele Kunden gewinnen“, sagt die 29-jährige Gründerin, die 2010 ihr BWL-Studium an der TU Berlin abschloss. „Es ist bekannt, dass Männer ganz anders einkaufen als Frauen: Der Einkauf muss schnell und zielgerichtet ablaufen, und wenn sie sich schon zu einem Modeeinkauf durchgerungen haben, dann wollen sie sich meistens gleich für die ganze Saison eindecken. Häufig fehlt ihnen die Zeit, da sie geschäftlich stark eingebunden sind. Dennoch wollen sie modisch gekleidet sein“, fasst Powalla zusammen. Aus dieser Erkenntnis heraus hat sie ihre Geschäftsgrundlage entwickelt. Geworben hat sie für ihr Unternehmen unter anderem in einschlägigen Szeneblogs.

Die Kunden nehmen zunächst Kontakt über die Website auf, füllen dort einen kurzen Fragebogen aus, in dem es um die Größen, den Stil und den konkreten Modewunsch geht. „Dann nehmen wir meistens telefonischen Kontakt auf und klären im persönlichen Gespräch die Wünsche unserer Kunden“, erklärt Corinna Powalla. „Anfangs hätte ich nicht gedacht, wie wichtig das persönliche Gespräch am Telefon ist. Ich ziehe es jeder Mail vor. Hier kann man sehr individuell auf die Wünsche der Kunden eingehen und spart am Ende Zeit.“ Anhand der gesammelten Informationen wird dann ein Paket geschnürt und dem Kunden zugeschickt. Wenn ihm die Ware nicht zusagt, schickt er es zurück – gezahlt wird nur die Ware, die er behält. Spezialisiert hat sich „Modomoto“ auf hochwertige Freizeitmode. Nach zwei Monaten lässt sich schon ein erster Trend ablesen: Hosen sind besonders nachgefragt. Das Unternehmen arbeitet wie ein Einzelhändler, spart jedoch an teuren Ladengeschäften. „Unsere Kunden kommen aus den unterschiedlichsten beruflichen Branchen und aus ganz Deutschland“, sagt die Unternehmerin, die mit vier Mitarbeitern die Bestellungen abarbeitet. Bevor sie sich selbstständig gemacht hat, sammelte sie Erfahrungen in verschiedenen Internet-Start-ups und bei einem großen Online-Optiker. „Es kam dann der Zeitpunkt, an dem ich merkte, dass ich gerne selbst die Chefin sein wollte. Ich habe nach einer Marktlücke gesucht und sie gefunden. Hilfreich waren dabei auch Gespräche mit Freunden.“ Zeit für Beratungen oder für Förderanträge zur Unternehmensgründung habe sie nicht gehabt. „Der E-Commerce-Markt schläft nicht. Hier muss man schnell handeln. Mir fehlt die Zeit, mich in die Untiefen der zahlreichen Angebote zur Unternehmensgründung einzuarbeiten.“

Übrigens: Ganz unwichtig sind die Frauen dabei doch nicht. Oft seien es die Freundinnen oder Ehefrauen, die „Modomoto“ an die Männer herantrügen.

www.modomoto.de

Bettina Klotz / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 2/2012

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