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TU Berlin

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Alumni

Wertvolle Erfahrungen

Freitag, 17. Juni 2011

Was junge TU-Gründer zu ihrem Start-up motiviert

Die Unternehmen der TU-Absolventinnen und -Absolventen sind inzwischen, insbesondere in der Berlin-Brandenburger Region, zum erheblichen Wirtschaftsfaktor geworden. Die TU Berlin fördert Gründungsinteressen so intensiv wie möglich. Dazu gehören Netzwerke, finanzielle Förderungen und die "Gründungswerkstatt" mit günstigen Räumen für Starter. In dem neuen Gründerzentrum CHIC nahe der TU Berlin stehen weitere 1500 Quadratmetern für Gründer aus der TU Berlin zur Verfügung. Die ersten beiden TU-Alumnifirmen sind schon eingezogen, 14 weitere haben einen Mietvertrag. TU intern fragte auf dem Campus und in der "Gründungswerkstatt" nach, was zur Gründung motiviert und welche Angebote hilfreich sind.

Bild Stephan Scholz
Stephan Scholz studiert im 12. Semester Mathematik
Lupe

Ich habe schon einmal eine Firma gegründet, eine Nachhilfevermittlung. Da ich jetzt aber zunächst mein Studium intensiver betreiben möchte, musste ich Prioritäten setzen und die Firma ist derzeit inaktiv. Ich bin aber auf den Geschmack der Selbstständigkeit gekommen und werde später sicher wieder selbstständig. Wer einmal eine eigene Firma hatte, will vielleicht nicht mehr unbedingt in angestellter Abhängigkeit arbeiten. Sicher trägt man das Risiko, man hat aber auch seine Freiheiten. Natürlich muss man auch Schwierigkeiten überwinden, allen voran die Suche nach Krediten und Geldgebern. Mit dem TU-Gründungsservice habe ich mich auch schon beschäftigt, weil ich auch noch ein Patent vermarkten möchte. Insbesondere die Beratung wäre für mich sehr wichtig.

Bislang ist die Gründung noch kein vorrangiges Ziel für mich. Sie ist sicher mit viel Arbeit und auch mit einem hohen Risiko verbunden. Allerdings will ich jetzt auch erst noch meinen Master machen, um mich stärker zu spezialisieren. Dann wären sicher Vorbereitungskurse von Seiten der Uni gut, damit man, falls man die Idee zur Gründung ins Auge fasst, sich intensiver damit beschäftigen kann. Aber ich glaube, so etwas wird auch schon angeboten. Fabian Finsch studiert im 6. Semester Wirtschaftsingenieurwesen.

Jenifer Eisenberg
Jenifer Eisenberg, Eisenberg Intelligent Audio Technology
Lupe

Unsere Gründungsidee ging eigentlich von meinem Mann aus. Er hat lange in der Forschung und Entwicklung von Audiotechnologien gearbeitet und auch hier an der TU Berlin promoviert. Ich selbst habe Betriebswirtschaft studiert, und der Dritte im Bunde kümmert sich um unser Corporate Design und die Kommunikation. Er kommt von der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam. Gemeinsam entwickeln und vermarkten wir Tonstudiotechnologie mit Verfahren der künstlichen Intelligenz für die Entwicklung von Synthesizern und Audioeffektgeräten. Wir arbeiten dabei viel mit Künstlern zusammen, Musikproduzenten, Toningenieuren, DJs und Musikern selbst, die gleichzeitig auch unsere potenziellen Kunden sind, da sie ihre kreativen Ideen mit unserer Software direkter umsetzen können. Die TU-Gründungswerkstatt bietet uns vor allem Räumlichkeiten, was den Start natürlich sehr erleichtert. Auch sonst profitieren wir von Gesprächen, Beratung, von dem Netzwerk und dem Gründungsklima hier sehr.

Jørn Havkøy
Jørn Havkøy, ORAQUI
Lupe

Motiviert zur Gründung hat uns eigentlich die Tatsache, dass wir eine gute Idee hatten und dann auch ein gutes Team zusammenstellen konnten. Ich habe Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Berlin studiert, insgesamt sind wir zu viert und arbeiten seit September hier in der Günderwerkstatt zusammen. Wir haben überlegt, teils direkt nach dem Studium, teils nach der Sammlung von Erfahrungen in einem größeren Unternehmen, unsere Idee zu vermarkten und dann zu schauen, was passiert. Wir bauen eine neuartige Plattform auf, um Immobilien nur kurzzeitig zu vermieten. Nun müssen wir Investoren und Kunden begeistern. Wenn wir nicht erfolgreich sind, dann haben wir immerhin jede Menge gelernt und wertvolle Erfahrungen gemacht, die uns auf jeden Fall beruflich weiterbringen werden. Zunächst hilft uns auch das Netzwerk hier in der Gründungswerkstatt. Und Berlin hat eine besonders spannende Gründerszene mit vielen Kreativen und ihren zündenden Ideen.

Arno Mitritz
Arno Mitritz, Resonic GmbH
Lupe

In einer kleinen Firma, wie einem Start-up, hat man sehr viel mehr Möglichkeiten und Freiheiten als in einer größeren Firma als Angestellter. Dort muss man, durch die Einordnung in Verwaltung und Hierarchien, sehr vieles tun, was eigentlich nichts mit der Arbeit zu tun hat, die einen voranbringt. Ich bin Informatiker. Wir sind zu viert, haben im Januar begonnen und machen Trägheitsmessungen zum Beispiel für die Automobilindustrie oder für den Satellitenbau. Wir haben gute Erfahrungen hier in der Gründungswerkstatt gemacht. Für mich ist allerdings unverständlich, dass das "Exist-Programm" pro Firma genau drei Gründer fördert. Da würde ich mir mehr Flexibilität wünschen.

Karin Kricheldorff
Karin Kricheldorff, Beraterin des Gründungsservice der TU Berlin
Lupe

Wir haben ein sehr umfangreiches Angebot aufgebaut. In der Gründungswerkstatt beraten wir vor allem. Dann führen wir Orientierungsgespräche, vermitteln Räumlichkeiten auch in den Fakultäten. Sehr nachgefragt ist natürlich die Unterstützung in finanziellen Dingen, die Beratung zu Stipendien und Fördergeldern. Wir stellen Kontakte her, helfen beim Erstellen eines Businessplanes, geben einen Gründungs-Newsletter heraus, organisieren die Informationstage "Unternehmen gründen" sowie eine Vortragsreihe mit Gründer-Alumni. Ein ganz großes Thema ist auch die Weiterbildung, die wir teilweise für ganze Teams durchführen. Zum Beispiel werden zweimal jährlich in einer "Entrepreneurship Week" angemeldete Teams eine ganze Woche lang in allen Skills der Unternehmensführung gecoacht.

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