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TU Berlin

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Alumni

ICC und Bierpinsel – Architektur für Berlin

Dienstag, 05. April 2011

Ralf Schüler studierte an der TU Berlin. Im März 2011 verstarb der bekannte Architekt

Das internationale Kongresszentrum ICC wurde 1979 fertiggestellt
Lupe

Es gehört zu den Wahrzeichen Berlins – das Internationale Congress Centrum (ICC). Entworfen hat es der Architekt Ralf Schüler gemeinsam mit seiner Frau Ursulina Schüler-Witte. Am 10. März 2011 ist Ralf Schüler im Alter von 80 Jahren gestorben.

Das Ehepaar Schüler lernte sich 1953 während des Architekturstudiums an der TU Berlin kennen. Seitdem gingen sie beruflich und privat denselben Weg. Nach dem Studium 1961 starteten sie zunächst ihre berufliche Karriere im Architekturbüro von Bernhard Hermkes, bei dem sie auch studiert hatten, und beteiligten sich an den Planungen für das Architekturgebäude der TU Berlin. 1967 verließen sie das Büro ihres Professors und machten sich mit einer Firma selbstständig. Das erste eigene Bauwerk war der U-Bahnhof Schloßstraße in Steglitz, in dessen Folge auch das „Turmrestaurant Steglitz“ entstand, das im Volksmund schnell den Namen „Bierpinsel“ bekam. Ihr Lebenswerk war jedoch das ICC. Die Planung und Realisierung dieses größten Bauwerks der Nachkriegszeit in Berlin dauerte von 1969 bis 1979. In dieser Zeit wuchs ihr Planungsbüro auf mehr als 100 Mitarbeiter an. Berlin jedoch tut sich heute mit seinem bedeutenden Bauwerk schwer. Seit Ende der Neunzigerjahre wird über den Abriss des ICC diskutiert. Zum einen, da es den veränderten Anforderungen an die Kongress- und Gebäudetechnik nicht mehr entsprach, zum anderen, weil Asbest darin verbaut wurde. Nach langen Diskussionen hatte sich der rot-rote Senat im Mai 2008 für eine Sanierung und gegen einen Abriss des stadtbildprägenden Gebäudes entschieden.

Doch Ralf und Ursulina Schüler haben das Stadtbild auch durch weitere Bauwerke geprägt. Beispielsweise stammen das Denkmal für Rosa Luxemburg am Landwehrkanal und die Kuppel der U-Bahn-Station Nollendorfplatz von ihnen. Nach der Wende bauten sie das Rathaus von Berlin-Hellersdorf. Seinen 80. Geburtstag im vergangenen Jahr nahmen er und seine Frau zum Anlass, die Dokumentation ihres architektonischen Lebenswerkes der Berlinischen Galerie zu stiften. Es umfasst 261 Projekte aus den Jahren 1946 bis 2007.

Bettina Klotz / Quelle: "TU intern", 4/2011

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