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TU Berlin

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Alumni

Ein Herz für Stein – Steine auf dem TU-Campus

Donnerstag, 17. Februar 2011

Der Geowissenschaftler Johannes H. Schroeder wird geehrt

In der Fassade der TU Berlin wurden 14 verschiedene Natursteine verbaut. Quarzit, Kalksteine oder Magmagestein liegen dem Campusspaziergänger auch zu Füßen
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Prof. Johannes H. Schroeder, Ph. D., ist am 3. Februar 2011 in Berlin mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Er erhielt die Ehrung für sein langjähriges erfolgreiches Wirken als Geowissenschaftler und Hochschullehrer sowie für sein gesellschaftliches Engagement. Professor Johannes H. Schroeder hatte zwischen 1987 und 2004 eine Professur für das Fachgebiet Sedimentologie und Quartärgeologie an der TU Berlin inne. Neben seiner umfangreichen nationalen sowie internationalen wissenschaftlichen Arbeit engagiert er sich bis heute auch ehrenamtlich für das Fach Geologie. So ist er seit 1991 Vorsitzender des Vereins Geowissenschaftler von Berlin und Brandenburg e. V. Im Rahmen dieser Tätigkeit hat er großen Einfluss auf das Zusammenwachsen der Geowissenschaftlerinnen und Geowissenschaftler aus Ost und West genommen und den geologischen Verein zu der fachlich führenden regionalen Instanz von Berlin und Brandenburg entwickelt. Darüber hinaus ist Johannes H. Schroeder auch heute noch in der Forschung aktiv. Seit 2005 arbeitet er als Koordinator in dem von ihm mitgegründeten Netzwerk „Steine in der Stadt“. Das Netzwerk ist ein Verbund von Steinmetzen und Geologen aus der gesamten Bundesrepublik, die sich mit Naturwerksteinen befassen. Mit Naturwerksteinen auf dem Campus der TU Berlin beschäftigt sich auch die von ihm und Dr. Gerda Schirrmeister veröffentlichte gleichnamige Broschüre. Den beiden Forschern geht es dabei nicht um eine wissenschaftliche Darstellung der auf dem Campus zu findenden Naturwerksteine, sondern um „das Erleben der Steine“. Ihr Spaziergang entlang der Spur der 81 verschiedenen Steine beginnt mit einem Blick auf die Fassade des TU-Hauptgebäudes. Hier wurden 14 verschiedene Natursteine, hauptsächlich Sandsteine, verbaut: gelber Warthauer, roter Nebraer, weißer Bunzlauer und gelbgrauer Wünschelburger Sandstein. Aus Rheinischer Basaltlava besteht der Sockel des Erweiterungsbaus, Cottaer und Nesselberger Sandstein zieren die Fassade der Nord-ostseite des Gebäudes.

So schön kann Kalkstein sein. Die Eule im Ernst-Ruska-Gebäude ist aus dem italienischen Kalkstein Stalattite
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Auf dem Campus liegt die vielfältige Welt der Steine dem Spaziergänger buchstäblich auch zu Füßen. Die Wege sind gepflastert mit Gommern- Quarzit, Bernburger Rogenkalk oder magmatischen Gesteinen aus europäischen Mittelgebirgen: Aus dem Lausitzer Bergland kommen Granit und Lamprophyr, aus dem Sudetischen Gebirgszug der Isergebirgsgranit und aus dem Rheinischen Schiefergebirge der Holzhäuser Diabas. Der Platz vor dem Hauptgebäude ist mit Platten aus chinesischem Tiefengestein gestaltet: dunkelgrauem Diorit und hellgrauem Granit.

Aber auch den Denkmalen und Kunstwerken widmen sich Schröder und Schirrmeister. Der Gedenkstein für Franz Reuleaux zum Beispiel ist aus Fränkischem Muschelkalk. Aus Stalattite, einem Kalkstein aus der italienischen Provinz Triest, ist die „Eule“ im Ernst-Ruska-Gebäude. Und die Skulptur „Tektonik“ wurde aus dem berühmten Carrara-Marmor gehauen. Wem die Fassaden, Wege und Plätze auf dem TU-Campus bisher herzlich egal waren, der wird nach der Lektüre der Broschüre mit anderen Augen über ihn flanieren.

bk/sn / Quelle: "TU intern", 2/2011

Johannes H. Schröder, Gerda Schirrmeister: Naturwerksteine auf dem Campus der Technischen Universität Berlin, Selbstverlag Geowissenschaftler von Berlin und Brandenburg e. V., 2010, 5 Euro, ISBN: 978-3-928651-14-1, im TU-Shop im TU-Hauptgebäude erhältlich

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