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TU Berlin

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Alumni

"Man kommt nur gemeinsam ans Ziel"

Montag, 14. Juni 2010

Baustoff-Unternehmer Fred Kapella ist ein Steuermann im Team

Fred Kapella
Lupe

Es gibt wohl kaum eine Sportart, in der man so viele passende Vergleiche zum Berufsleben ziehen kann wie beim Segeln: "Das Steuer übernehmen", "In ruhigem Fahrwasser segeln", "Im selben Boot sitzen". Fred Kapella, der sein Studium der Betriebswirtschaftslehre 1980 an der TU Berlin abschloss, ist ein leidenschaftlicher Segler, und er ist Geschäftsführer der Kapella Baustoffe GmbH. Oft schon hat ihm sein Hobby interessante Perspektiven auf sein berufliches Agieren eröffnet. Im Segelboot sitzen sie zu dritt, mit von der Partie ist unter anderem seine Tochter.

Als Ausgleich für die anstrengenden Managementaufgaben im Unternehmen segelt Fred Kapella gern
Lupe

"Wir segeln seit 2005 gemeinsam, nachdem ich eine 20-jährige Segelpause hinter mir hatte", erzählt Fred Kapella. Segeln heißt für ihn jedoch nicht einfach nur, im Boot über den See zu fahren, sondern sich im Wettkampf mit anderen zu messen. Im Jahr 2009 belegte sein Team in seiner Bootsklasse, dem sogenannten H-Boot, Platz 7 auf der deutschen Rangliste. "Das klingt nach viel Training und viel gemeinsamer Vorbereitung", sagt Kapella, "aber dazu haben wir gar keine Zeit. Wir treffen uns immer nur zu den Regatten. Erfolgreich sind wir, weil wir Spaß haben, miteinander harmonieren und die Aufgaben an Bord gut verteilen. Eben ein perfektes Teamplay." Genauso wie in der Firma, die er gemeinsam mit seiner Schwester Anne Keding, ebenfalls TU-Alumna, seit 1985 leitet. "Ich bin in der Firma genauso wenig Einzelkämpfer wie auf dem Boot, man kommt nur gemeinsam ans Ziel. Im Boot wie im Job." So traf er auch mit seiner Schwester gemeinsam eine bestimmt nicht ganz leichte, aber dennoch für die Zukunft des Unternehmens wichtige Entscheidung. Seit dem Jahr 2007 gehört Kapella Baustoffe GmbH zur BAUKING- Gruppe, einem Unternehmen im Bereich Baustoff- und Holzhandel und Hagebaumärkte. Ein Grund für diese Integration in ein großes Unternehmen war die Erkenntnis, dass die eigenen Kinder das Unternehmen nicht übernehmen werden. "Meine Schwester und ich wollten nicht den Fehler vieler Unternehmer machen, die sich oft zu spät um die Nachfolge kümmern, und daher sind wir das Thema rechtzeitig angegangen", sagt er. "Wir haben unsere Marktposition durch die Einbindung in BAUKING deutlich gestärkt." Immerhin geht es auch um die Zukunft von 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die, um beim Segeln zu bleiben, „mit im Boot sitzen“. Weniger Arbeit hat Fred Kapella durch die "Übernahme" nicht auf dem Tisch. Eher im Gegenteil. Neben dem Baustoffhandel bietet die Firma auch Baustellenlogistik an und ist hier stark nachgefragt. Zum Segeln bleibt da wenig Zeit, aber Anfang August geht es auf zur nächsten Regatta. Zur Weltmeisterschaft in Norwegen – nach "ruhigem Fahrwasser" klingt das nicht.

Bettina Klotz / Quelle: "TU intern", 6/2010

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