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Das optimale Terminal

Montag, 19. April 2010

Irina von Nagorski sorgt für die Terminal-Infrastruktur auf dem Flughafen Frankfurt

Das Passagieraufkommen am Frankfurter Flughafen ist eine Herausforderung für Planerinnen wie Irina von Nagorski
Lupe [1]

Wenn Irina von Nagorski die Anforderungen aufzählt, die an einen Flughafenterminal gestellt werden, muss man allein beim Zuhören aufpassen, dass man nicht durcheinanderkommt. Den Flughafen Frankfurt nutzen im Jahr rund 51 Millionen Passagiere. Sie suchen Airlineschalter auf, durchlaufen die Sicherheitskontrolle, orientieren sich an unzähligen Informationsmedien, kaufen ein, nutzen sanitäre Anlagen und technische Infrastrukturen und erwarten dabei einen reibungslosen Ablauf.

Irina von Nagorski
Lupe [2]

Anforderungen an den Flughafenbetreiber stellen aber vor allem auch die Airlines als Hauptkunden, etliche Dienstleister wie Reinigungsfirmen oder gastronomische Einrichtungen sowie wichtige flughafentechnische Abteilungen wie die Airport Security, die im Terminal täglich ihre Arbeit verrichten. Irina von Nagorski ist "Projektsprecherin Anforderungsmanagement Infrastruktur Terminal" bei der Fraport AG, dem Betreiber des Frankfurter Flughafens. "Meine Aufgabe besteht in der klassischen Terminalplanung, angefangen von der Modernisierung einzelner Gebäudeteile bis hin zum Terminalneubau", erklärt sie. "Die Arbeit ist unglaublich kleinteilig. Das Spektrum der Dinge, die wir bei der Planung zu berücksichtigen haben, ist riesig und reicht vom Andachtsraum über technische Anlagen bis hin zur Sitzgruppe in den Gate-Warteräumen", beschreibt sie ihre Arbeit. Dabei ist der Einsatzort klar umrissen. „Ich bin nur für die Landseite zuständig – an der Brücke zum Einstieg ins Flugzeug ist Schluss, dann übernehmen die Kollegen ,luftseitig‘“, sagt sie. Besonders beim Brandschutz und in Sicherheitsfragen mussten in den letzten Jahren viele Neuerungen bei der Terminalplanung berücksichtigt werden, und auch die zunehmende Internationalität der Passagiere spielt eine Rolle. "Es gibt ethnische Gruppen, die sich nicht zu Fuß fortbewegen, sondern auch innerhalb der Terminals gefahren werden wollen. Die dazu notwendigen Fahrzeuge haben die Größe eines Kleinwagens und müssen bei der Wegführung und der Planung entsprechend dimensionierter Aufzüge ebenso im Blick behalten werden, wie der Verbau brandschutzsicherer Materialien", sagt von Nagorski, die den Flughafen Frankfurt schon eine Weile kennt. Nach einer Ausbildung als Bauzeichnerin studierte sie zwischen 1996 und 2000 Stadt- und Regionalplanung an der TU Berlin und in Edinburgh. Nachdem sie das Studium schnell absolviert hatte, arbeitete sie zunächst in einer international tätigen Firma beratender Ingenieure in England. "Ich habe mich sehr wohl gefühlt in England. Als das Angebot von Fraport kam, dort als Trainee anzufangen, fiel mir die Entscheidung nicht leicht, England wieder zu verlassen", erinnert sie sich und entschied sich 2001 doch für den Wechsel. "Es war zunächst ein Schock, von London nach Frankfurt zu kommen, aber beruflich hat sich der Wechsel gelohnt." Seit März vergangenen Jahres betreut sie jedoch ein ganz neues "Projekt". Da ist sie Mutter geworden und noch bis zum Herbst in Elternzeit, bevor sie sich wieder Richtung Flughafen aufmacht. Die Arbeit in dem internationalen Umfeld macht ihr Spaß, vielleicht wechselt sie ja irgendwann mal von "landseitig" auf "luftseitig".

Bettina Klotz / Quelle: "TU intern", 4/2010

"TU intern" April 2010

  • Online-Inhaltsverzeichnis [3]
  • Hochschulzeitung "TU intern" - April 2010 [4]
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