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TU Berlin

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Alumni

"Mit wachen Augen Neues entdecken"

Montag, 25. Januar 2010

Diplom-Biochemiker Heiko Schadt schließt als erster BIG-NSE-Absolvent seine Promotion an der TU Berlin ab

Heiko Schadt erforscht Katalysatoren
Lupe

Energie- und Materialressourcen effizienter zu nutzen oder „intelligente“ Enzyme für die Antibiotika-Herstellung einzusetzen, daran arbeiten nicht nur die Spitzenforscher der rund 50 natur- und ingenieurwissenschaftlichen Arbeitsgruppen des Exzellenzclusters "UniCat" im Rahmen ihrer Katalyseforschung. Auch hoch qualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der "Berlin International Graduate School of Natural sciences and Engineering" (BIG-NSE), die bei "UniCat" angesiedelt ist, setzen sich auf höchstem Niveau mit der Erforschung von Katalysatoren auseinander. Einer von ihnen, Heiko Schadt, hat nun im Februar 2009 als erster Absolvent seit Gründung der Graduiertenschule im Jahr 2007 seine Promotion erfolgreich abgeschlossen – in Rekordzeit von zwei Jahren und vier Monaten mit summa cum laude.

Angefangen hatte alles mit einer spektakulären Entdeckung: Heiko Schadt kam Ende 2006 an das TU-Institut für Chemie in die Arbeitsgruppe von TU-Professor Roderich Süssmuth und arbeitete zunächst an einem Projekt zur Antibiotika-Forschung. Dabei wurde überraschend ein völlig neuartiger Folsäure-Katalysemechanismus entdeckt, den Schadt zur Untersuchung für seine Dissertation aufgreifen konnte. „Genau das macht die universitäre Wissenschaft aus: Mit wachen Augen neue Mechanismen entdecken, mit denen noch niemand zuvor gerechnet hat“, erklärt Schadt.

Bald darauf wurde er von Professor Roderich Süssmuth als BIG-NSE-Kollegiat vorgeschlagen. "Meine Dissertation passte hervorragend zum "UniCat"-Forschungsbereich der Bio-Katalyse. Zudem besaß ich hinreichend Auslandserfahrung, da ich bereits zweimal in Australien war, und zwar an der University of Adelaide sowie an der Flinders University", so Schadt.

Die Ergebnisse seiner Doktorarbeit "Neue Wege der Folsäurebiosynthese" können sich sehen lassen. Es gelang Schadt, den unbekannten Katalysemechanismus aufzuklären, der für die Biosynthese von Folsäure essenziell ist und einen molekularen Angriffspunkt für die Antibiotika-Entwicklung darstellt. Hinzu kommt eine zentrale Bedeutung im Hinblick auf Gesundheit und Ernährung: "In vielen Regionen der Erde besteht eine Unterversorgung an Vitaminen, was Gesundheitsschäden verursacht und im Fall von Folsäuremangel in Entwicklungsländern jährlich zur Geburt von ca. 200 000 behinderten Kindern führt. Die Supplementierung von Vitaminen kann Mangelzuständen vorbeugen, und Erkenntnisse über deren Biosynthesen ermöglichen eine industrielle Vitaminherstellung zur Deckung eines weltweiten Bedarfs", erläutert Schadt.

Auf diesem Gebiet setzt Heiko Schadt nun auch seine ausgezeichnete Arbeit fort. Seit April 2009 forscht er bei DSM Nutritional Products in Basel, dem weltweit führenden Hersteller von Vitaminprodukten – seine hervorragende Dissertation im Rahmen der Doktorandenausbildung an der BIG-NSE hat ihn erstklassig für seine neue Arbeitsstelle qualifiziert.

Mona Niebur / Quelle: "TU intern", 1/2010

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