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TU Berlin

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Alumni

Dem Schall auf der Spur

Montag, 18. Mai 2009

TU-Alumnus Marc Wiemers ist Spezialist für Schallmessungen

Marc Wiemers
Insbesondere Hersteller und Eigentümer von Schienenfahrzeugen gehören zu den Kunden von Marc Wiemers
Lupe

Dr. Marc Wiemers hat ein einfaches Rezept, um seine Kunden zufrieden-zustellen: "Man muss nur genau das tun, was man versprochen hat, und dabei die vereinbarte Zeit einhalten." Kunden, die Marc Wiemers aufsuchen, wollen wissen, wie laut ihr Produkt ist. Oder sie wissen bereits, dass es zu laut ist, und erkennen dafür die Ursache nicht.

Bei den Produkten geht es um Schienenfahrzeuge und bei der Dienstleistung von Marc Wiemers um Schwingungs- und Schallmessungen. "Akustikberatung Wiemers" heißt das Einmannunternehmen, das er 2006 gegründet hat und mit dem er sich auf ein kleines spezielles Geschäftsfeld konzentriert. Neben den Messungen bietet er auch Beratungen an, wie sich bereits beim Bau des Fahrzeuges bestimmte Lärmquellen beseitigen oder zumindest reduzieren lassen. "Die Europäische Union hat Schallemissionsgrenzwerte für Schienenfahrzeuge festgelegt, die bei Neuzulassungen von Schienenfahrzeugen eingehalten werden müssen", erklärt Marc Wiemers. Lokomotiven, Güter- oder Triebwagen - sie alle dürfen diese Grenzwerte nicht überschreiten, sei es ein Motor oder ein Getriebe. Oft ist es für den Hersteller schwierig, überhaupt die Lärmquelle zu finden. Hier kann Dr. Marc Wiemers mit seinen Messungen dem Lärm auf die Spur kommen. "Am besten ist es, wenn die Auftraggeber kommen, bevor sie mit dem Bau des Fahrzeugs beginnen. Es lassen sich enorme Kosten einsparen, wenn das Fahrzeug vor der Herstellung schalltechnisch simuliert wird. Die Überschreitung der Grenzwerte wird nämlich häufig erst bei der Abnahmemessung festgestellt. Die nötigen Änderungen können dann sehr kompliziert und teuer sein", sagt Marc Wiemers, der sich bereits während seines Studiums des Technischen Umweltschutzes an der TU Berlin mit dem Thema Schall beschäftigt hat. Als er das Studium 1998 beendet hatte, promovierte er am TU-Fachgebiet Schienenfahrzeuge und erlangte 2004 den Doktortitel. Danach verließ er die TU Berlin und arbeitete als Projektleiter für Akustik bei „Brunel - Railmotive".

"2006 entschied ich mich für die Selbstständigkeit, um mich selbstbestimmt dem Thema Akustik widmen zu können", erklärt Wiemers. Hilfreich seien ihm dabei nicht nur bestehende Kontakte gewesen, sondern auch seine Erfahrungen mit betrieblichen Strukturen. Unterstützung hat er sich zudem bei der Gründungsberatung der TU Berlin geholt, wo er verschiedene Seminare und Trainings besuchte. Am 20. Mai kehrt er an die TU Berlin zurück und gibt im Rahmen der TU-Gründungsförderung Studierenden und wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Einblick in seine Gründungsgeschichte. "Man muss viel mit anderen über seine Ideen sprechen. Mir hat auch die Teilnahme am Businessplanwettbewerb geholfen: Durch den Austausch mit anderen stieß ich selbst auf neue Fragen, die ich mir vorher nicht gestellt hatte. Außerdem kann ich jedem Gründer nur raten, Niederlagen nicht persönlich zu nehmen - oft passt das eigene Angebot einfach nicht zu den Anforderungen der Kunden, und das muss man verkraften können."

Der Vortrag von Dr. Marc Wiemers findet am 20. Mai um 17.00 Uhr in der TU-Gründungswerkstatt, Hardenbergstraße 38, statt.

Bettina Klotz / Quelle: "TU intern", 5/2009

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