direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Page Content

There is no English translation for this web page.

Alumni

"Ich habe Spaß an der Arbeit"

Montag, 17. November 2008

TU-Alumnus Kai Desinger engagiert sich in der Gründungsförderung und unterstützt den ersten TU-Alumni.Angel.Abend

Dr.-Ing. Kai Designer ist erfolgreicher Geschäftsführer der Firma Celon AG
Lupe

Sie engagieren sich in derzeit vier Unternehmen als Business Angel, Sie halten Vorlesungen zum Thema "Technologieorientierte Unternehmensgründungen" an der TU Berlin, engagieren sich im High-Tech Gründerfonds der Bundesregierung und im Beirat "Wissens- und Technologietransfer" des Ministerpräsidenten Brandenburgs. Warum machen Sie sich so stark für das Thema "Unternehmensgründungen"?

Ich bin in der glücklichen Lage, dass ich die Chance zu einer guten Ausbildung und erfolgreichen Unternehmensgründung hatte, und möchte gern etwas davon zurückgeben. Geprägt hat mich meine Erfahrung, die ich während meines USA-Aufenthaltes gemacht habe. Hier kam ich in Kontakt mit einer ganz anderen Einstellung zu Unternehmensgründungen. Es ist dort üblich, dass sich Ideengeber und Investoren in einem Unternehmen engagieren, nach einigen Jahren ihren Anteil mit Erfolg verkaufen und mit dem Geld wieder eine neue Unternehmung starten. Als Ingenieur aus Deutschland war das für mich vollkommen neu, denn in der Uni hatten wir dazu damals nichts gelernt. Diesen Unternehmergeist und diese Motivation möchte ich weitergeben. Außerdem kam ich durch meine Firma auch in Kontakt mit der Politik und wurde von Bundeskanzler Gerhard Schröder in das damals von der Bundesregierung gegründete Programm "Partner für Innovation" berufen. Ziel war es, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zu vernetzen, um den Standort Deutschland zu festigen. Hier war ich besonders in dem Bereich zur Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen aktiv und habe mich viel mit ihren Problemen beschäftigt. Aus dem Engagement in diesem Impulskreis wurde 2005 der High-Tech Gründerfonds entwickelt. Ich habe Spaß an der Arbeit und engagiere mich deshalb einfach gern für dieses Thema.

Welche Art Förderung hatten Sie bei Ihrer Unternehmensgründung?

Die wesentliche Förderung habe ich über das damalige FUTOUR-Programm des Bundes erhalten, das speziell Unternehmensgründungen in den neuen Bundesländern (NBL) gefördert hat. Und parallel dazu habe ich private Investoren angesprochen. Das waren alles Personen aus meinem persönlichen Umfeld, die ich überzeugen konnte, sich mit Kapital einzubringen. Der Mindesteinsatz lag bei 10000 DM. Der maximale Beitrag, den ich von einem Privatinvestor einwerben konnte, lag bei 250000 DM.

Was muss ein Start-up mitbringen, damit es einen privaten Investor findet?

Privatinvestoren interessiert neben der attraktiven Idee besonders die Persönlichkeit des Gründers. Er muss überzeugend sein, man muss ihm zutrauen können, dass er seine Geschäftsidee auch umsetzen kann. Wichtig sind außerdem gute Marktkenntnisse für sein Produkt und eine nachvollziehbare Finanzplanung. Schließlich will der Investor etwas an der Sache verdienen.

Was muss ein Unternehmer mitbringen, um ein guter Investor oder gar Business Angel zu sein?

Zunächst sollte er selbst ein Unternehmen gegründet und erfolgreich aufgebaut haben. Gründer brauchen unter anderem Personen, die sich nicht nur finanziell einbringen, sondern auch mit ihrem Know-how. Es ist für junge Gründer wichtig, jemanden zu haben, der sich auskennt. Als Business Angel sollte man sich wirklich für das Unternehmen interessieren. Zwar ist man nicht ständig "aktiv", aber man sollte bereit sein, die Gründer zu unterstützen, ohne gleich eine Rechnung zu schreiben.

Wo sehen Sie die Aufgabe der Universitäten bei der Gründungsförderung?

Der Weg, den die TU Berlin hier geht, ist gut, aber das Thema Unternehmertum muss noch weiter etabliert und ausgebaut werden. Dazu gehört auch, dass es Vorlesungen und Seminare gibt, die als Pflichtfach auf dem Lehrplan stehen.

Quelle: "TU intern", 11/2008

Dr.-Ing. Kai Desinger studierte bis 1994 Maschinenbau an der TU Berlin. 1998 schloss er seine Promotion mit Auszeichnung ab. Ein Jahr später gründete er die Celon AG. Hier werden medizinische Geräte entwickelt und produziert, die auf der von Desinger entwickelten und patentierten "Bipolaren Radiofrequenzinduzierten Thermotherapie" (RFITT) basieren. Bereits bei der Gründung der Celon AG plante Desinger strategisch ein, seine Firma später in ein größeres MedTech-Unternehmen einzubetten, um langfristig am Markt zu bestehen. Im Mai 2004 erwarb das Blue-Chip-Unternehmen "Olympus" die Aktienmehrheit an der Celon AG. Anfang Oktober 2008 stieg Kai Desinger aus der Celon AG aus, um sich neuen Projekten widmen zu können.

Zusatzinformationen / Extras

Quick Access:

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Auxiliary Functions

This site uses Matomo for anonymized webanalysis. Visit Data Privacy for more information and opt-out options.