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Alumni

Von Ausverkauf kann keine Rede sein

Montag, 18. Juni 2007

TU-Alumnus Derik Evertz über Finanznot von Städten und Kommunen

pixelquelle.de. Städtische Immobilien sind bei Investoren sehr gefragt
Lupe [1]

Wenn Unternehmen in wirtschaftliche Schieflage geraten, dann kommt Unternehmensberater Dr. Derik Evertz zum Einsatz. Doch nicht nur Unternehmen können von wirtschaftlichen Krisensituationen betroffen sein. Auch Kommunen können in Finanznot geraten. Dann kann der Verkauf von Immobilien eine Option sein, um den Haushalt zu sanieren. Mit dem Verkauf von öffentlichen Immobilien beschäftigte sich Derik Evertz in einem Vortrag, den er auf Einladung der Gesellschaft von Freunden und des TU-Präsidenten an der TU Berlin am 31. Mai hielt.

Derik Evertz ist seit 2004 als Unternehmensberater bei PricewaterhouseCoopers [2] (PWC) tätig. Er ist Partner und Leiter der Business Recovery Services Germany. Der Besuch an der Universität war gleichzeitig die Rückkehr in ehemalige Wirkungsstätten, denn Derik Evertz studierte bis 1987 Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Berlin, 1992 folgte der Doktorabschluss, ebenfalls an der TU Berlin. Nachdem er die Universität verlassen hatte, startete seine Beraterkarriere. Zuerst in der Westdeutschen Landesbank, später für viele Jahre bei Roland Berger, wo er zunächst als Seniorberater und später als Partner arbeitete. 2004 wechselte er zu PWC. Hier hat er rund 35 Mitarbeiter im Einsatz, die überall in Deutschland unterwegs sind, wie er selbst. "Geschäft ist überall" sagt Derik Evertz, der selten die ganze Woche an demselben Schreibtisch sitzt und unter der Woche zwischen Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf und Berlin, wo er auch seinen Wohnsitz hat, pendelt.

Besonders der klamme Haushalt seiner Heimatstadt lässt die Frage, unter der Derik Evertz seinen Vortrag an der TU Berlin stellte, sehr realistisch erscheinen: "Droht der Ausverkauf öffentlicher Wohnimmobilien?" Zu dieser Frage hatte PWC im Herbst letzten Jahres bundesweit Kommunen befragt. Zwar würden auch in Zukunft öffentliche Immobilen verkauft werden, von einem Ausverkauf wäre dennoch nicht die Rede, so die Kernaussage der Studie, bei der deutschlandweit 204 Kommunen, die zusammen über einen Bestand von mehr als 921000 Wohnungen verfügen, befragt wurden. Fast die Hälfte plant, ihren Wohnungsbestand zu verändern, und rund acht Prozent gaben an, gegen den Trend zusätzliche Wohnungen bauen oder ankaufen zu wollen.

Große Städte stellen ihren Wohnungsbesitz seltener infrage. So denken nur 35 Prozent der Großstädte, aber 54 Prozent der mittelgroßen und 46 Prozent der Kleinstädte an Bestandsveränderungen. Groß ist der Unterschied zwischen Ost und West. Während 44 Prozent der Städte und Gemeinden im Westen ihren Wohnungsbestand in den kommenden Jahren verändern wollen, planen dies im Osten 62 Prozent.

Bettina Klotz / Quelle: "TU intern", 6/2007

"TU intern" Juni 2007

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  • Hochschulzeitung "TU intern" - Juni 2007 [4]

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