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TU Berlin

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Alumni

"Ich war nicht prädestiniert"

Montag, 19. November 2007

Leopold Grün porträtierte "Roten Elvis"

Dokumentarfilm: Leopold Grün studierte Medienberatung an der TU Berlin
Lobeshymnen für seinen ersten Dokumentarfilm: Leopold Grün studierte Medienberatung an der TU Berlin
Lupe

"Der rote Elvis" lief auf der Berlinale 2007 in der Rubrik "Panorama", und die Kritik überschlug sich mit Lobeshymnen. Grüns Film zeige nicht nur die skurrile Biografie des einzigen amerikanischen Popstars in der DDR, sondern auch ein atmosphärisch dichtes Stück Zeitgeschichte. Beschrieben wird das Leben des Sängers Dean Reed, der in den Siebzigerjahren in die DDR übersiedelte. In seiner Heimat unbeachtet, war er in Südamerika schnell zum gefeierten Star geworden. Hier wurde er zum bekennenden Sozialisten, protestierte gegen Militär-Regimes und den Vietnamkrieg, drehte "Spaghettiwestern" in Italien und tourte als erster Amerikaner durch die Sowjetunion.

Kaum zu glauben, dass dieses Erstlingswerk nicht mindestens von einem Filmhochschulabsolventen stammt. Genau diese Tatsache erschwerte die Suche nach Geldern für die Produktion des Films erheblich. "In den Augen der Geldgeber war ich nicht gerade prädestiniert, einen guten Film zu machen", erzählt Leopold Grün.

Zunächst absolvierte er das Lehrerstaatsexamen in der DDR. Nach der Wende ging er nach München, um Sozial- und Medienpädagogik zu studieren. Nach seinem Abschluss schrieb er sich an der Humboldt-Universität im Fach Sozialwissenschaft ein. Damals drehte er seine ersten, kurzen Filme. Als ihn damals eine Filmhochschule ablehnte, beschloss er, sich dem Thema Dokumentarfilm von der theoretischen Seite zu nähern. Im Studiengang Medienberatung an der TU Berlin besuchte er sämtliche Filmseminare und schrieb seine Diplomarbeit – natürlich über den Dokumentarfilm. Fünf Jahre hat es gedauert, den Film fertigzustellen. Eine lange Zeit, allerdings nicht, wenn man nebenbei berufstätig ist und eine Familie gründet. Für neue Filmprojekte braucht er noch Zeit: "Ich muss erst einmal wieder den Schwamm füllen, um zu erkennen, worüber es sich lohnt, eine Geschichte zu erzählen", sagt er. "Eins weiß ich schon jetzt: Der nächste Film wird in der Gegenwart spielen."

Vanessa Bohórquez-Klinger / Quelle: "TU intern", 11/2007

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