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TU Berlin

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Das Laborgebäude TEM für Elektronenmikroskopie: einmalig raffiniert

Das neue Elektronenmikroskopiegebäude TEM auf dem Nordcampus der TU Berlin in Charlottenburg wurde speziell für hochempfindliche Elektronenmikroskope entwickelt und gebaut. Nach etwa einjähriger Planungsphase und 18-monatiger Bauzeit wurde es Ende August 2010 fertig gestellt. Es ist in seiner Art und Weise aufgrund der Innenstadtlage im Vergleich zu anderen elektronenmikroskopischen Zentren wahrscheinlich weltweit einmalig.

Auf rund 700 Quadratmetern Grundfläche bietet das neue Haus Raum für vier Elektronenmikroskope, Probenpräparation, ein Büro, einen Seminarraum und Versorgungsräume. Mittels Haus-im-Haus-Bauweise werden Störungen stark reduziert: Der besonders empfindliche innere Teil, der die Elektronenmikroskope beherbergt, steht auf einer ein Meter dicken Betonplatte. Der Boden wird mit dem „Mixed-in-Place-Verfahren“ an 122 Stellen unter der Bodenplatte bis zu 10 Meter tief verstärkt. So  werden Vibrationen durch beispielsweise den Straßenverkehr verringert und die Hüpf-Eigenfrequenz des Gebäudes zu höheren Frequenzen verschoben.

Die stabile Betonbauweise vermeidet zusätzlich Biege- und Torsionsschwingungen des inneren Hauses. Raffinessen wie die gezielte Verwendung von glasfaserverstärkten Kunststoffstäben in der Eisenarmierung verhindert elektromagnetische Störungen. Das begrünte Dach dämpft Temperaturschwankungen. Um weitere Störungen gering zu halten, sind die Übergabepunkte für Fernwärme und technische Kälte sowie die Drucklufterzeugung im Keller des Nachbargebäudes (Villa BEL) untergebracht. Die sehr große Klimaanlage ist im mit Porenbeton gemauerten Umfassungsgebäude installiert und garantiert eine Temperatur von 22 Grad bei einer maximalen Schwankung von 0,1 Grad innerhalb einer halben Stunde. Sie ist in den Mikroskopräumen faktisch nicht zu hören. Schallabsorberplatten und der tortenförmige Grundriss der Mikroskopräume vermindern effizient die von den Instrumenten ausgehenden Geräusche. Durch spezielle Stromleitungsführung wird der Elektrosmog am Ort der Elektronenmikroskope reduziert.

Die Daten im Überblick:

  • Fertigstellung des Gebäudes: August 2010
  • Kosten für das Bauwerk: 3,5 Millionen Euro
  • Fläche: 700 Quadratmeter, davon Nutzfläche: 580 Quadratmeter
  • Höhe des Kernhauses: zirka 7 Meter
  • Architekten: Nöfer Architekten, Nöfer Gesellschaft von Architekten mgH

Informationen erteilt Ihnen gern:

Prof. Dr. Michael Lehmann
TU Berlin
Institut für Optik und Atomare Physik
Fachgebiet Elektronenmikroskopie und -holographie
Tel.: 030/314-23585

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