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TU Berlin

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Kinder an die Uni - Kinder im Weltall

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„Das ist ja voll der Hammer – wo bin ich hier“, staunt Lennart und tastet sich langsam und vorsichtig mit der VR-Brille auf dem Kopf und Joystick in der Hand über die Oberfläche des Mondes. Während er von Krater zu Krater wandert und zwischendurch schnell einen Flug zur Erde anvisiert, wird es hinter ihm schon unruhig: „Jetzt bin ich dran“, sagt Katharina. Die Mitarbeiter*innen des 3-D-Labors der TU Berlin können zum Glück beruhigen: Heute darf jedes Kind mal auf der (simulierten) Oberfläche des Monds spazieren gehen. 

Kinder-Uni "Reise ins All"

Rund 800 Schüler*innen besuchten die Kinder-Uni "Reise ins All"
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Kinder-Uni an der TU Berlin – das bedeutet das ansonsten eher ruhige Mathegebäude der Universität vibriert und summt wie ein Schulhof. Rund 800 Berliner Schüler*innen der Klassenstufen vier bis sieben haben sich zur Kinder-Uni „Reise ins All“ versammelt. Führungen durch das 3-D-Labor, ein Besuch im Institut für Luft- und Raumfahrt und eine Rallye mit verschiedensten Stationen des DLR (Deutsches Luft- und Raumfahrtzentrum) School Labs stehen auf dem Programm. „So cool hatte ich mir Uni gar nicht vorgestellt“, stellt Niklas fest und erntet weit verbreitetes Kopfnicken seiner Klassenkamerad*innen.

Geld drucken im 3D-Labor?

Am hochmodernen 3-D-Drucker erklären Ben Jastram und Joachim Weinhold geduldig das Verfahren. „Warum druckt ihr damit eigentlich kein Geld?“, will Annika wissen. „Hast du so eine Maschine auch zuhause?“, fragt Maxime und scheint nicht abgeneigt, diese Idee auf ihren Wunschzettel zu setzen: „Ist doch krass – da könnte ich mir alles drucken, was ich will.“

Alltag in der Schwerelosigkeit

Schüler*innen bei einem virtuellen Rundgang über die International Space Station (ISS)
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In dem Foyer des Mathegebäudes erkundet Pepe derweil mit einer anderen VR-Brille des DLR das Innere der ISS. Vom Lager aus startet er in Richtung Columbus-Modul. Mit den beiden Joysticks in der Hand versucht er sich an einer Stange festzuhalten – und „schwebt“ knapp vorbei. Gar nicht so einfach in der Schwerelosigkeit gezielt zu greifen oder sich zu orientieren. Sekunden später taucht das „Badezimmer“ der ISS auf: „Und wofür ist der Schlauch mit dem gelben Trichter?“, fragt Ben. Nach der Erklärung zu dem Toilettengang stellt er fest: Schwerelosigkeit ist zwar cool, diese speziellen „Verrichtungen“ sind  aber auf der Erde doch wesentlich unkomplizierter.

Fragen an Raumfahrer Hans Schlegel

Hans Schlegel bei dem Vortrag „Leben und Arbeiten in der Schwerelosigkeit – Erfahrungsbericht eines Astronauten“ mit Bildern aus seiner Astronautenlaufbahn
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Höhepunkt des Vormittags ist dann die Autogrammstunde und der Vortrag von Hans Schlegel, Astronaut bei der European Space Agency und selbst zweimal im Weltall. 2008 war er das letzte Mal mit der Shuttle-Mission STS-122 unterwegs, die das europäische Forschungsmodul Columbus nach oben brachte und an der ISS montierte. Geduldig beantwortete er nach seinem Vortrag die Fragen der Kinder:

„Wie schläft man eigentlich im Weltall?“

„Jeder Astronaut hat eine kleine private Koje mit einem Schlafsack. Dort kann man sich festbinden, denn sonst weiß man ja nicht, wo man morgens wieder aufwacht.“

„Wie schmeckt das Essen im All?“

„Ziemlich fad – deswegen ist es meist zu stark gewürzt.“

„Wo ist eigentlich unten und oben im All?“

„Auf der Erde regiert die Schwerkraft unser Leben, deswegen denken wir immer, wo unsere Füße sind, ist unten. Aber oben und unten gibt es in der Schwerelosigkeit nicht. Das ist dann nur noch eine Frage der Perspektive.“

„Was passiert mit den Gegenständen, die man aus Versehen fallen lässt?“

„Das sollte man besser vermeiden, die sind dann nämlich weg. Daher werden alle Werkzeuge, Stifte, einfach alles festgebunden oder festgeklebt. Auch das Essen ist eher klebriger Natur. Krümmelnde Kekse sind zum Beispiel auf der ISS verboten – die Krümmel würden anschließend durch die Luft schweben und die Astronauten könnten sie aus Versehen einatmen. Wenn man doch mal etwas verliert, was man gerne zurückhätte, geht man abends an den Filter der Luftabsaugpumpe der ISS. Dort findet sich dann vieles wieder.“ 

Einmal mit einem echten Astronauten sprechen

Hans Schlegel bei der Autogrammstunde im Vorfeld seines Vortrages
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Das Programm begeisterte nicht nur die Kinder, die Hans Schlegel mit einem frenetischen Applaus begrüßen, sondern auch die Lehrer*innen und Eltern. „Ich bin total begeistert von dem Angebot der TU Berlin. Die Schule meines Sohnes ist auch sofort darauf angesprungen. Der Ausflug war ein voller Erfolg: Die Kinder waren begeistert von der Satellitentour und hatten unendliche Fragen“, berichtet Katrin Ritter, Mitarbeiterin des Instituts für Architektur an der TU Berlin und Mutter eines der Astronauten in spe. „Wie groß die Begeisterung ist, sieht man schon daran, wie geduldig die Kinder in der Schlange stehen, um einmal mit einem echten Astronauten zu sprechen und ein Autogramm zu bekommen.“

Mit voller Begeisterung dabei

Iris Bindrich ist Lehrerin einer 5. Klasse an der Ottfried-Preußler-Grundschule Berlin und ist sich sicher, dass dieser Ausflug ihre Schüler*innen noch eine ganze Weile beschäftigen wird. „Wir waren heute schon um 7 Uhr früh an der S-Bahn verabredet – und keiner war zu spät“, freut sie sich über das Engagement ihrer Schüler*innen. „Ich habe heute so viele Inspirationen für den Unterricht bekommen. Diese Themen kann man nicht nur im naturwissenschaftlichen Unterricht aufnehmen, sondern auch in Kunst oder in Deutsch.“

Bildergalerie zur Kinder-Uni "Reise ins All"

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