direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Keine Lärmbelästigung mehr an Bord von Schiffen

Montag, 07. Juli 2008

Medieninformation Nr. 179/2008

TU Berlin vergibt Clara-von-Simson-Preis an vier junge Ingenieurinnen und Naturwissenschaftlerinnen

Mit der Problematik der Schallentstehung und Lärmbelästigung an Bord von Schiffen hat sich TU-Absolventin Sonja Sommer in ihrer Diplomarbeit beschäftigt und wird für diese innovative Arbeit mit dem Clara-von-Simson-Preis ausgezeichnet, der zum zweiten Mal an der TU Berlin vergeben wird.

Den mit 5.000 Euro dotierten Preis stiftet die TU Berlin, um Frauen für eine wissenschaftliche Karriere zu motivieren. Ausgezeichnet werden innovative Studienabschlussarbeiten von Studentinnen der natur- oder technikwissenschaftlichen Fächer, verbunden mit einer Orientierung auf eine wissenschaftliche Karriere. Mit der Auszeichnung und dem Preisgeld soll dafür ein deutlicher Anreiz gesetzt werden.

Vergeben wird der Preis im Rahmen einer feierlichen Übergabe mit anschließendem Empfang durch TU-Präsident Prof. Dr. Kurt Kutzler. Wir möchten Sie herzlich dazu einladen:

Zeit:
am Freitag, dem 11. Juli 2008, um 14.00 Uhr
Ort:
TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin, Hauptgebäude, Raum H 3005

1. Preis (Dotierung: 2.500 Euro) für Dipl.-Ing. Sonja Sommer
„Spezifikation und prototypenhafte Realisierung einer Toolbox für die Prognose akustischer Kennwerte im frühen Entwurfsstadium von Schiffen“ ist der Titel der Diplomarbeit von Sonja Sommer, die das Fach Schiffs- und Meerestechnik an der TU Berlin studiert hat. Die Arbeit behandelt das nicht nur für Schifffahrt und Schiffbau hoch aktuelle Thema der Schallprognose. Diese altbekannte Problematik blieb bisher ohne nachhaltige Lösungen. Das entwickelte Schallprognose-Werkzeug ist das Kernelement für ein Rechenprogramm im Sinne einer erweiterbaren Toolbox. Mit dieser können schon in der Entwurfsphase Maßnahmen ergriffen werden, welche die Risiken der Lärmentstehung und –ausbreitung verringern. Das System kann durch neuere Messungen geeicht und aktualisiert werden. In diesen Grundideen liegt für die praktische Umsetzung ein innovativer Vorteil des Verfahrens. Die ausgezeichnete Arbeit entstand am Fachgebiet Entwurf und Betrieb Maritimer Systeme und wurde von Prof. Dr.-Ing. Gerd Holbach betreut.
Sonja Sommer, Jahrgang 1971, hat zunächst zwei Lehren als Tischlerin und als Bootsbauerin absolviert. Seit Mai 2008 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am gleichen Fachgebiet.

2. Preis (Dotierung jeweils 1.500 Euro) an Dipl.-Biotechn. Jessica Kopf und an Dipl.-Psych. Annekathrin Mann
Jessica Kopf studierte Biotechnologie an der TU Berlin und beschäftigte sich in ihrer Diplomarbeit mit der „Molecular signature of human dedifferentiated chondrocytes in 3D culture“. Menschliches Knorpelgewebe ist einerseits sehr spezialisiert, auf der anderen Seite im Körper nicht sehr regenerationsfähig. Deshalb werden Knorpelzellen künstlich kultiviert. Jessica Kopf untersuchte auf molekularer Ebene humane Knorpel aufbauende Zellen (sogenannte Chondrozyten) in einer 3-D-Kultivierung. Nach der Behandlung der Zellen mit einem bestimmten Wachstumsfaktor veränderte sich die Morphologie der Zellen ebenso wie ihr Genexpressionsprofil. In ihrer innovativen Arbeit analysierte Jessica Kopf diese Veränderungen.
Jessica Kopf, geboren 1983, ist seit Mai 2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medizinische Biotechnologie der TU Berlin.

Annekathrin Mann schrieb ihre Diplomarbeit mit dem Titel „Fehlerklassifikation im Brain-Computer Interface: Entwicklung und Evaluation von Aufgaben“ am Fachgebiet Mensch-Maschine-Systeme im TU-Institut für Pyschologie und Arbeitswissenschaft. Gegenstand der Arbeit ist die Erzeugung von Fehlerpotenzialen in einer Versuchsumgebung, die die besonderen Bedingungen für Experimente im Bereich der Brain-Computer-Interfaces (BCI) berücksichtigt. Annekathrin Mann ist es gelungen, einen Grundbaustein für hochgradig relevante und weiterführende Forschungen im theoretischen Bereich, insbesondere der Neuropsychologie, sowie im anwendungsorientierten Bereich, der BCI-gestützten Mensch-Maschine-Interaktion, zu legen. Prof. Manfred Thüring, Fachgebiet Kognitionspsychologie und Kognitive Ergonomie, sowie Thorsten Zander und Boris Gauss vom Fachgebiet Mensch-Maschine-Systeme betreuten die Arbeit von Annekathrin Mann.
Annekathrin Mann, Jahrgang 1972, ließ sich zur Ergotherapeutin ausbilden, bevor sie an der TU Berlin Psychologie studierte. Seit Juni 2006 arbeitet sie in einer Forschungsgruppe am Institut für Psychologie.

3. Preis (Dotierung 1.000 Euro) an Dipl.-Ing. Jasmin Hahn
Jasmin Hahn fertigte ihre Diplomarbeit mit dem Titel „Schund & Schatz – Ein Möbel aus wiederverwendeten Materialien“ am Fachgebiet Landschaftsbau – Objektbau im TU-Institut für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung an. In ihrer Arbeit hat sie sich auf die Suche nach Wiederverwertungsmöglichkeiten von Abfällen begeben, die durch einen spezifischen Transformationsprozess eine neue Funktion als Möbel/Stadtmöbel im Außenraum erhalten sollten. Ziel war es, auf der Basis einer ausgiebigen Abfall-Recherche ein konkretes Objekt zu entwickeln, das im Verlauf dieser Arbeit von Jasmin Hahn konzipiert und als Prototyp gebaut wurde. Betreut wurde Jasmin Hahn von Prof. Dr. Cordula Loidl-Reisch.
Jasmin Hahn, geboren 1973, war ausgebildete Staudengärtnerin, bevor sie an der TU Berlin Landschaftsarchitektur studierte. Sie ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Zum Preis:

Initiiert wurde der Clara-von-Simson-Preis durch die Frauenbeauftragte der TU Berlin, Heidi Degethoff de Campos. Namensgeberin ist die Chemikerin Dr. Clara von Simson, die 1951 als erste Frau im Fach Physik der TU Berlin habilitierte. Später war sie Leiterin der Lette-Schule, setzte sich schon früh für die Förderung von Mädchen in natur- und technikwissenschaftlichen Berufen ein, war als Abgeordnete im Berliner Abgeordnetenhaus und in der Landespolitik auch frauenpolitisch aktiv und bekam 1966 die Ehrensenatorwürde des Akademischen Senats der Technischen Universität Berlin verliehen. Insgesamt lagen der Jury dreizehn überdurchschnittlich gute Abschlussarbeiten vor, aus denen die vier Preisträgerinnen ermittelt wurden.

6.001 Zeichen / ehr

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Heidi Degethoff de Campos
Zentrale Frauenbeauftragte der TU Berlin
Tel.: 030/314-21438
Fax: -21622

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Diese Seite verwendet Matomo für anonymisierte Webanalysen. Mehr Informationen und Opt-Out-Möglichkeiten unter Datenschutz.