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TU Berlin

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Motivation für Nachwuchswissenschaftlerinnen

Donnerstag, 19. Juli 2007

Medieninformation Nr. 167/2007

TU Berlin vergibt erstmals Clara-von-Simson-Preis an junge Ingenieurinnen und Naturwissenschaftlerinnen

Mit dem Schwingungsverhalten eines entfaltbaren Weltraumteleskopes hat sich TU-Absolventin Kerstin Kracht in ihrer Diplomarbeit beschäftigt und wird für diese innovative Arbeit mit dem Clara-von-Simson-Preis ausgezeichnet, der zum ersten Mal an der TU Berlin vergeben wird. Den mit 5.000 Euro dotierten Preis stiftet die TU Berlin, um Frauen für eine wissenschaftliche Karriere zu motivieren. Ausgezeichnet werden innovative Studienabschlussarbeiten von Studentinnen der natur- oder technikwissenschaftlichen Fächer, verbunden mit einer Orientierung auf eine wissenschaftliche Karriere. Mit der Auszeichnung und dem Preisgeld soll dafür ein deutlicher Anreiz gesetzt werden.

Initiiert wurde der Clara-von-Simson-Preis durch die Frauenbeauftragte der TU Berlin, Heidi Degethoff de Campos. Namensgeberin ist die Chemikerin Dr. Clara von Simson, die 1951 als erste Frau im Fach Physik der TU Berlin habilitierte. Später war sie Leiterin der Lette-Schule, setzte sich schon sehr frühzeitig für die Förderung von Mädchen in natur- und technikwissenschaftlichen Berufen ein, war als Abgeordnete im Berliner Abgeordnetenhaus und in der Landespolitik auch frauenpolitisch aktiv und bekam 1966 die Ehrensenatorwürde des Akademischen Senats der Technischen Universität Berlin verliehen. Insgesamt lagen der Jury elf überdurchschnittlich gute Abschlussarbeiten vor, aus denen die vier Preisträgerinnen ermittelt wurden.

Vergeben wird der Preis am heutigen Donnerstag, dem 19. Juli 2007, im Rahmen der feierlichen Übergabe der Promotions- und Habilitationsurkunden durch TU-Präsident Prof. Dr. Kurt Kutzler an den wissenschaftlichen Nachwuchs der TU Berlin.

Zu den Preisträgerinnen

1. Preis (Dotierung: 2.500 Euro) für Dipl.-Ing. Kerstin Kracht
„Untersuchung des Schwingungsverhaltens des DOBSON SPACE TELESCOPES“ ist der Titel der Diplomarbeit von Kerstin Kracht, die das Fach Physikalische Ingenieurwissenschaft an der TU Berlin studiert hat. Die Innovation des DOBSON SPACE TELESCOPES (DST), das am Institut für Luft- und Raumfahrttechnik der TU Berlin entwickelt wird, ist sein Entfaltungsmechanismus, durch den eine deutliche Massen- und Volumenreduktion erzielt werden kann. Aufgrund seiner hoch auflösenden Optik reagiert das DST besonders sensibel auf mechanische Schwingungen. Daher wurde in einer interdisziplinären Kooperation zwischen dem Institut für Mechanik und dem Institut für Luft- und Raumfahrt der TU Berlin das Schwingungsverhalten des DST im Rahmen der Diplomarbeit von Kerstin Kracht analysiert. Unter anderem erstellte sie dabei eine messtechnische Modellanalyse, die für die weitere industrielle Entwicklung des DST genutzt werden kann. Die Ergebnisse der Arbeit fanden bereits internationale Beachtung durch einen Vortrag auf dem weltweit größten Raumfahrtkongress im Jahr 2006 in Valencia. Die ausgezeichnete Arbeit entstand am Fachgebiet Mechatronische Maschinendynamik und wurde von Prof. Dr. Utz von Wagner betreut. Die 1980 geborene Kerstin Kracht setzt ihre wissenschaftliche Karriere in diesem Fachgebiet fort und wird sich in ihrer Promotion voraussichtlich mit dem Schwingungsverhalten von Kunstwerken beschäftigen.

2. Preis (Dotierung: 1.500 Euro) für Dipl.-Phys. Julia Unterhinninghofen
Die 1982 geborene Julia Unterhinninghofen studierte Physik an der TU Berlin und beschäftigte sich mit der „Theorie der nichtlinearen dynamischen Anregung von Supraleitern“. Dabei geht es um die Simulation optischer Experimente, die mit Supraleitern gemacht werden können. Betreut wurde sie dabei von Prof. Dr. Andreas Knorr am Institut für Theoretische Physik. Zurzeit arbeitet Julia Unterhinninghofen an ihrer Promotion am Max-Planck-Research School for Advanced Materials in Stuttgart.

3. Preis (Dotierung jeweils 1.000 Euro) an Dipl.-Ing. Annette Matthias und an Dipl.-Chem. Mehtap Özaslan
Annette Matthias fertigte ihre Diplomarbeit mit dem Titel „Leib und Raum“ am Fachgebiet Landschaftsplanung im TU-Institut für Landschaftsarchitektur und Freiraumplanung an. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit der Beziehung des Menschen zu seiner Umwelt. Hinsichtlich der Freiraumplanung mündet ihr Diskurs zu diesem Thema in der Frage nach dem gesellschaftlichen Auftrag der Raumgestaltung und deren Verantwortung für das räumliche Erleben. Betreut wurde Annette Matthias von Prof. Undine Giseke.

Mehtap Özaslan studierte Chemie an der TU Berlin und beschäftigte sich in ihrer Abschlussarbeit, die sie bei Prof. Dr. Reinhard Schomäcker anfertigte, mit der „Untersuchung zur partiellen Hydrierung von α, β-ungesättigten Carbonylverbindungen im Membranreaktor“. Mehtap Özaslan untersuchte dabei die Anwendungspotenziale der neuen, innovativen Technologie des Membrandurchflussreaktors im vernetzten „Leuchtturmprojekt“ des Bun-desministeriums für Bildung und Forschung. Neben ihrem Studium hat sich Mehtap Özaslan aktiv in die akademische Selbstverwaltung der TU Berlin eingebracht. Zurzeit ist sie parallel zu ihrer Promotion am Fachgebiet Anlagen- und Sicherheitstechnik der TU Berlin als Lehrkraft an der Lise-Meitner-Schule tätig.

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Heidi Degethoff de Campos
Zentrale Frauenbeauftragte der TU Berlin
Tel.: 030/314-21438
Fax: -21622

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