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TU Berlin

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Alumni

Innovationen für alte Gaslaternen

Freitag, 11. Oktober 2013

Adrian Mahlkow sieht in der LED-Technik enormes Entwicklungspotenzial

Lupe

„Ich wollte immer mit Licht arbeiten und habe mir meinen Traum mit der Lichtquelle der Zukunft – kurz LED genannt – erfüllt. Diese Lichttechnik ist extrem interdisziplinär, und es gibt mit und an der LED noch so viel zu entdecken und zu entwickeln“, sagt TU-Alumnus Dr. Adrian Mahlkow, Vorstandsvorsitzender des Forschungsinstituts Optotransmitter Umweltschutz Technologie (OUT) e. V.

In den USA und in Europa sei es mit der LED-Technik so richtig in den 80er-Jahren losgegangen. „Sie ist zweifellos die innovativste Lichttechnik mit einem enormen Entwicklungspotenzial“, ist er überzeugt. „Hier im Institut suchen wir nach neuen Möglichkeiten der Anwendung: die Leuchtdiode als Quelle für verschiedene Beleuchtungsarten, aber auch ihre Fähigkeit, Strahlung vom nahen infraroten bis zum tiefen UV-Bereich zu emittieren.“

In einem aktuellen EU-Projekt arbeitet das Team um Adrian Mahlkow derzeit daran, wertvolle Stoffe wie Gallium, Indium, Edelmetalle oder Seltene Erden, die in den Halbleiter-Bauelementen enthalten sind, effektiver zu nutzen. Viele dieser Stoffe kommen aus China. „Die EU will sich von den Importen unabhängiger machen. Die Fragestellung ist komplex: Wir suchen sowohl nach neuen Recyclingmethoden als auch nach Möglichkeiten, die Funktionsdauer einer LED zu erhöhen: längere Lebensdauer, geringerer Ressourcenverbrauch, weniger Elektroschrott“, so Dr. Mahlkow. Forschungspartner sind unter anderem LED-Hersteller wie „Philips“ oder „Elpro“, aber auch der größte europäische Recycler „Umicore“. Sie suchen Antworten auf Fragen wie: Wie viel Indium, Gallium oder auch Edelmetalle enthalten die fertigen Produkte? Wie kann man Edelmetalle aus dem Schrott herauslösen, und vor allem: Rechnet sich die Recyclingtechnik?

Ein großes Presseecho rief das Projekt im Auftrag des Berliner Senats zur Rettung der Berliner Gaslaternen hervor. Der „waschechte Berliner“ Mahlkow weiß den besonderen Charme des goldenen Gaslampenlichts zu schätzen. In Zusammenarbeit mit der TU Berlin ist es ihm gelungen, den Prototyp einer Leuchtdiode zu entwickeln, die das altmodische Licht vollständig imitiert, aber ein Vielfaches der Energie- und Unterhaltskosten der alten Gaslampen einspart. Das sei ein sinnvoller Weg zur Erhaltung der alten Laternen.

Er hat es nie bereut, an der TU Berlin Physik studiert zu haben. Die Universität bot ihm ein gut organisiertes Studium mit einer großen Auswahl an zusätzlichen Fächern. Letztlich brachte ihm das Wahlpflichtfach „Innovationsmanagement“ seinen Job ein. In dessen Rahmen betrieb er mit Studienkollegen eine Unternehmensberatung für eine Firma, die Kontakt mit dem Forschungsinstitut OUT e. V. hatte. Bald schrieb er für das Institut Forschungsanträge und der Übergang vom Studium in den Beruf erfolgte nahtlos. Seit 2007 ist Dr. Adrian Mahlkow Vorstandsvorsitzender des Unternehmens mit derzeit 46 Mitarbeitern und kann hier seine umfassende Kompetenz einbringen. „Ich habe an der TU Berlin praktisch ein ,Studium generale‘ der Physik absolviert und kann auf nahezu allen Gebieten mitreden. Da muss ich meiner Hochschule ein echtes Lob aussprechen!“

Über fünf Jahre gab Adrian Mahlkow an der TU Berlin Vorlesungen in Technischer Optik, und auch die sogenannte „Weihnachtsvorlesung“ über das Elektromagnetische Spektrum hat er jahrelang mit großem Engagement gehalten. Beide Veranstaltungen möchte er wiederaufleben lassen, denn die Arbeit mit Studierenden findet er einfach „unglaublich spannend“.

www.out-ev.de

Christiane Petersen / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 10/2013

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