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TU Berlin

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Universitätsarchiv

Freitag, 17. Mai 2013

"Gipsköpfe" aus Marmor

Büsten im Universitätsarchiv: im Vordergrund Generalbaudirektor Friedrich Mellin (1796-1859) von Gustav Blaeser
Lupe

"Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen. Was man nicht nützt, ist eine schwere Last …" Dieser Vers aus Goethes "Faust" klingt wie der Kommentar zu einem besonderen Bestand im Universitätsarchiv der TU Berlin. Es handelt sich um zwölf Marmorbüsten, die dort seit 2006 eine geschützte Heimstatt fanden. Inzwischen sind sie registriert und durch das Findbuch erfasst. Doch sie sind nur ein Teil jenes ererbten Skulpturenbestandes der alten TH Berlin – vom Standbild bis zur Porträtbüste –, der Bombenkrieg und Plünderung relativ unbeschadet überstand. Vermutlich stammten einige der Büsten (Gotthilf Hagen, August Stüler, Eduard Knoblauch) aus dem Bestand der Bau- und Gewerbeakademie, die einst im Untergeschoss des Eingangsrisalits der TH aufgestellt waren. Andere, wie die Büsten von Guido Hauck – dessen Büste man übrigens lange für ein Bismarck-Konterfei hielt –, Heinrich Müller-Breslau und Carl Heinrich Wiebe, befanden sich einst in den Lichthofarkaden. Viele der Porträtbüsten stammen aus den Ateliers der Berliner Bildhauerschule von Gustav Blaeser, Ernst Herter, Julius Moser und anderen. Doch bis diese Marmorwerke in ihrem Wert wiedererkannt wurden, waren sie einigen Gefahren ausgesetzt. In einer Aktennotiz aus dem Jahre 1971 heißt es, dass 19 "Gipsköpfe" im Möbellager der TU Berlin verstaubten. Bereits 1966 sollten diese auf den Dachboden der alten Mensa "verbannt" werden. Doch der geplante Transport kam nicht zustande, weil die "Gipsköpfe" auch noch ziemlich schwer und unhandlich waren. 1978 wandte sich das Hochschularchiv – um einer weiteren Zerstörung vorzubeugen – an den TU-Kunsthistoriker Prof. Dr. Peter Bloch. So wurden die genaue Herkunft der Büsten, die Namen der Porträtierten und das Material – nicht Gips, sondern Marmor – festgestellt. Heute befinden sich die verbleibenden zwölf Büsten im Universitätsarchiv. Dort lagern sie gut beschützt und können nötigenfalls auch restauriert werden

Hans Christian Förster / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 5/2013

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