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TU Berlin

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Forschung

Vierte Einstein-Professur

Freitag, 21. Juni 2013

Der renommierte Mathematiker Michael Joswig wurde berufen

Mathematik im Fokus: Michael Joswig
Lupe

Erneut hat die TU Berlin erfolgreich eine Einstein-Professur eingeworben. Mit einer finanziellen Berufungsunterstützung der Einstein Stiftung Berlin konnte die Universität Prof. Dr. Michael Joswig für die Professur „Diskrete Mathematik/Geometrie“ gewinnen. Der renommierte Mathematiker besetzt damit eine von mittlerweile vier Einstein-Professuren an der TU Berlin. Seit 2011 fördert die Einstein Stiftung Berlin solche Professuren, um internationale Spitzenkräfte in Wissenschaft und Forschung für den Standort Berlin zu gewinnen.

Der Mathematiker gehört zu den weltweit führenden Forschern im Bereich der polyedrischen und geometrischen Kombinatorik. Er arbeitet an aktuellen Themen und Methoden unter anderem aus den Bereichen Polyedertheorie, Algorithmische Geometrie, Kombinatorische Topologie, Diskrete Differenzialgeometrie, Tropische Geometrie, Computeralgebra und Visualisierung. Herausragende Beiträge leistete er auf dem Gebiet der Mathematischen Software. Zusammen mit weiteren Forschern entwickelte er die Software „polymake“, die für die Diskrete Geometrie neue Maßstäbe gesetzt hat und weltweite Verbreitung als die Standardsoftware fand. Sie ist anwendbar für geometrische Methoden, Analysen oder Visualisierungen, die zum Beispiel bei der Klärung und Optimierung von Wirtschaftsprozessen Anwendung finden können. Sie ist ebenfalls hervorragend für den Einsatz in der Lehre geeignet. Weitere Aktivitäten sind an der Schnittstelle zur Computergrafik und zur mathematischen 3D-Visualisierung angesiedelt.

TU-Präsident Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach sagte: „Die prominente Besetzung der Professur bietet der TU Berlin und damit auch dem Wissenschaftsstandort Berlin die großartige Chance, sich in dem jungen Teilgebiet der Mathematischen Software international an die Spitze zu setzen und die weltweite Sichtbarkeit der gesamten Berliner Mathematik und des Einstein-Zentrums ECMath nachhaltig zu stärken. Damit ist Berlin in der modernen Mathematik international herausragend aufgestellt.“ Und der Vorstandsvorsitzende der Einstein Stiftung Berlin, Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Martin Grötschel, betont: „Die Einstein Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, die besten Köpfe nach Berlin zu holen und strategische Berufungen zu ermöglichen, die sich auf eine nachhaltige Entwicklung des Wissenschaftsstandorts auswirken. Dafür ist die Berufung von Michael Joswig ein eindrucksvolles Beispiel.“

Michael Joswig hatte zuletzt die Professur „Algorithmische Diskrete Mathematik“ an der TU Darmstadt inne. Der Forscher, unter anderem Vorstandsmitglied der Deutschen Mathematiker-Vereinigung (DMV), wird in alle großen TU-Verbundforschungsvorhaben sowie in die Berlin Mathematical School eingebunden sein. Schon 2004 hatte er zu den Gründungsmitgliedern des DFG-Forschungszentrums Matheon in Berlin gehört.Patricia Pätzold

Patricia Pätzold / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 6/2013

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