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TU Berlin

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Universitätsarchiv

Freitag, 26. Juli 2013

Navigation durch Aktenmeere

Was vom "Großen Feuer" 1943 übrigblieb, riecht noch heute etwas angesengt
Lupe

In den Labyrinthen von Archiven scheint oft nur ein Ariadnefaden sicheres Geleit zu geben. Doch jedes Archiv hat eine Tektonik, die Auskunft über die Archivbestände gibt. Ein Aktenplan hilft, wenn der Bestand unerschlossen ist. Im heutigen TU-Universitätsarchiv lagert auch das Archivmaterial der alten TH Berlin, das die Bombennacht vom 22. auf den 23. November 1943 überstand. Damals brannte das Hauptgebäude und das Feuer fraß neben dem Archiv fast alle anderen Unterlagen. Die alte TH-Überlieferung gilt als „fast vollständig“ vernichtet. Doch rund sechs Regalmeter Akten aus der Vorkriegszeit sind noch vorhanden und inzwischen in entsprechende Spezialkartons umgebettet. Beim Aktenstudium haben Nutzer allerdings durchaus das Gefühl, das Papier rieche noch immer angesengt. Es sind Akten aus dem Rektorat und einzelne Unterlagen der Fakultäten – wie Bergbau- und Hüttenwesen.

Neben den noch unerschlossenen Akten des geretteten Rektoratsbestandes ist zum Glück der Aktenplan überliefert, der nach 1945 nach den alten Prinzipien fortgeführt wurde. Zwar ist er fragmentarisch, da er nur neun Hauptgruppen, A bis I, ausweist. Es gibt aber Aktenfunde, die mit K, P oder Q gekennzeichnet sind. Leider ist unbekannt, wie diese Hauptgruppen inhaltlich gegliedert waren. Vollständig bekannt ist das nur für die Hauptgruppen A bis I. Neben diesen gibt es Untergruppen, die mit Zahlen bezeichnet sind, bis schließlich zur dreistelligen Nummer der einzelnen konkreten Akte. Man kann also in den Hauptgruppen genau feststellen, was an einzelnen Akten vorhanden und was verloren gegangen ist. Zur Orientierung sind in den Listen die Dokumente mit orangefarbenen Haken gekennzeichnet, die sich in den Spezialkartons des Archivs befinden. 1950 wurde ein weiterer vorläufiger Aktenplan eingeführt, der schließlich, 1964, von einem neueren abgelöst wurde. Zum Glück für die Archivare wurden diese Wechsel exakt dokumentiert und sind so für die Arbeit von Archivmitarbeitern und Besuchern von hohem Nutzen.

Hans Christian Förster / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 7/2013

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