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TU Berlin

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Innenansichten

Print versus Online

Freitag, 12. April 2013

Wie lesen TU-Studierende heute?

Mit dem Einzug des digitalen Zeitalters hat sich die Mediennutzung der Konsumentinnen und Konsumenten stark verändert. Waren früher Zeitungen und Bücher die wichtigsten Informationsquellen, so dominiert heute das Internet. Sind Bücher nicht mehr zeitgemäß? Geht das nicht digitalisierte Wissen irgendwann verloren? Die Meinung der TU-Studierenden ist gespalten. Agnieszka Asemota hat sie zu ihrer Nutzung von Internet und Printmedien befragt.

Tina, 23, Philosophie
Lupe

Ich werde im Netz schnell abgelenkt. Wenn man ein Buch liest, kann man sich besser auf bestimmte Passagen konzentrieren. Das Wissen, das nicht digitalisiert ist, hat man auf einem Artefakt. Manuskripte werden digitalisiert; ich drucke mir aber die Sachen aus, weil ich lieber in Papierform lese. Digitales kann man schnell löschen und dann ist es weg, ein Buch ist aber immer da. Ich glaube nicht, dass alles digitalisiert werden muss.

Marcel, 20, Biotechnologie
Lupe

Die meisten Informationen, die ich im Netz abrufe, brauche ich für mein Studium. Da finde ich fast alles, was ich für die Uni brauche. Deshalb leihe ich mir nur selten Bücher in der Bibliothek aus. Trotzdem brauchen wir noch richtige Bücher: Ich finde es schön, ein Buch in der Hand zu halten, und mag das Gefühl, dass man die Seiten umschlagen kann. Ich verstehe nicht, wie man E-Books bevorzugen kann.

Maria, 29, Bildungswissenschaft
Lupe

Ich lese im Internet vor allem Nachrichten und wissenschaftliche Texte. Ich kaufe aber auch Bücher für die Uni und für den privaten Gebrauch, weil ich nicht alles im Netz finde. Ich kann nicht zwölf Stunden am Tag vor dem Computer sitzen – E-Books sind nicht für die Freizeit geeignet. Ich glaube, dass durch das Internet vieles vereinfacht wird, und so wird es bleiben. Trotzdem sind Bücher notwendig, weil sie einem ein authentisches Gefühl geben – ich bin da eher „old school“.

Nida, 20, Elektrotechnik
Lupe

Man findet nicht alles im Internet. Wenn ich mich mit einem Thema befasse, muss ich schauen, in welche Richtung es geht. Ich spreche verschiedene Sprachen, und in Urdu, einer indischen Sprache, finde ich nicht viel. Privat lese ich gerne Romane und es ist schade, dass ich viele davon nicht im Netz finde. Ich kaufe nicht viele Bücher, aber ich gehe ab und zu in die Bibliothek. Es kann sein, dass das nicht digitalisierte Wissen irgendwann verloren gehen wird. Die Bücher, die ich in Urdu lese, könnten irgendwann von der Bildfläche verschwunden sein.

Alex, 23, Lebensmitteltechnologie
Lupe

Ich rufe im Internet vor allem News, Wetterberichte und Reiseinformationen ab. Im Netz finde ich viel Stoff für die Uni, Videos und Übungen. Wikipedia ist auch eine wichtige Informationsquelle für mich. Bücher kaufe ich so gut wie nie. Für die Klausuren lerne ich in der Bibliothek, aber ich lese auch E-Books. Es gibt fachspezifische Informationen, zu denen nur wenige Materialien im Netz vorhanden sind, deshalb muss ich auf Fachbücher zurückgreifen. Ich glaube aber nicht, dass das nicht digitalisierte Wissen verschwinden wird oder wir in einigen Jahren keine Bücher mehr haben.

Bernard, 22, Lebensmitteltechnologie
Lupe

Ich nutze das Internet überwiegend für mein Studium, rufe aber auch Nachrichten ab und benutze soziale Netzwerke. Ich kaufe oft Bücher bei Amazon oder eBay für die Uni oder auch Krimis, wenn ich sie nicht in der Bibliothek finde. Das Internet ist effizient – man kommt schnell an die Informationen, aber manchmal geht es nicht ohne Bücher. Ich glaube nicht, dass das nicht-digitalisierte Wissen verloren geht.

Andi, 25, Kunst (UdK)
Lupe

Wissen, das schnell gebraucht wird, wie Stoff für die Uni, Fakten, auch Allgemeinwissen, kann ich schneller im Internet abrufen. Ich lese privat viele Bücher; Romane, aber auch Kunstbücher und Bildbände. Wenn für die Uni gelernt werden muss, leihe ich sie mir aus. Ich kaufe mir höchstens zwei Bücher im Jahr – ich mag sie und habe gerne etwas zum Anfassen – aber ich glaube, dass es bald weniger davon geben wird. 

Agnieszka Asemota / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 4/2013

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