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TU Berlin

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Forschung

Nachhaltig bauen – Betriebskosten minimieren

Mittwoch, 16. April 2014

Mit dem Projekt „Longlife“ entsteht ein nachhaltiges Studierendenwohnheim in Litauen

„Ein neues Wohnheim für Studierende mit einem Primärenergiebedarf von rund 40 Kilowattstunden jährlichem Quadratmeterverbrauch ist eine große Herausforderung für die litauischen Projektanten und Baufirmen. Denn gegenwärtig beträgt der realisierte Endenergiebedarf für Neubauten in Litauen noch circa 150 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Klaus Rückert, Leiter des TU-Fachgebietes Tragwerksentwurf und -konstruktion.

In Europa verbraucht das Heizen und Kühlen von Gebäuden etwa 40 Prozent der Energie. Der Verbrauch von fossiler Energie muss minimiert und erneuerbare Energie verstärkt genutzt werden. Darüber ist sich die Welt einig. Um einen Beitrag zur Erreichung dieses Ziels zu leisten, hat sich das von der Europäischen Union teilfinanzierte Projekt „Longlife“ unter der Leitung von Klaus Rückert mit Lösungsvorschlägen beschäftigt und ein Konzept für die Planung von nachhaltigen Gebäuden entwickelt. In einem internationalen Konsortium, an dem die fünf Länder Litauen, Polen, Deutschland, Dänemark und Russland beteiligt sind, wurden innerhalb des Projekts „Longlife“ und des Nachfolgeprojekts „Longlife Invest“ Benchmarks und Handlungsanleitungen entwickelt, um Gebäude zu planen, die einen geringen Energiebedarf haben, erneuerbare Energien nutzen, Ressourcen einsparen und trotzdem kostengünstig und marktgerecht sind.

Ein Beispiel ist das geplante neue Studierendenwohnheim der Universität Klaipëda in Litauen. Planung und Bau dienen gleichzeitig als Praxistest, in dem die „Longlife“-Benchmarks zur Anwendung kommen. Das Bauprojekt „Wohnheim“ ist ein Investitionsvorhaben zur Errichtung eines nachhaltigen Gebäudes, das durch litauische öffentliche Einrichtungen und das Projekt „Longlife Invest“ im „Baltic Sea Region Programme 2007–2013“ finanziert wird.

„Die Baukosten eines ,Longlife‘-Gebäudes sind im Durchschnitt zwar um zehn bis 20 Prozent höher als die Kosten für ein vergleichbares Gebäude“, so Professor Rückert, „doch die Betriebskosten sind dafür über den gesamten Lebenszyklus betrachtet um bis zu 40 Prozent geringer. Und der Effekt für die Umwelt verdoppelt sich: Durch die Nutzung von erneuerbaren Energien wird zusätzlich die Umweltbelastung minimiert.“ Die Inbetriebnahme des neuen Studierendenwohnheimes ist für den Sommer 2015 geplant.

www.tek.tu-berlin.de/menue/forschung/longlife/

Dipl.-Ing. Maria Ilona Kiefel "TU intern" April 2014

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