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TU Berlin

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Lehre & Studium

Eine Frage bitte … Flucht vor der Langeweile?

Mittwoch, 16. April 2014

Mit 16 im Hörsaal – Schülerstudierende an der TU Berlin

Beim Schülerstudium „Studieren ab 16“ besuchen die Schülerstudierenden reguläre Lehrveranstaltungen der TU Berlin und dürfen Prüfungsleistungen erbringen. Das Programm ist nicht auf Hochbegabte ausgerichtet: Leistungsstarke und motivierte junge Menschen, die sich in der Schule nicht ausgelastet und genug gefördert fühlen, können das Studieren ausprobieren und ihre Kenntnisse und Interessen vertiefen. 30 Prozent der ehemaligen Schülerstudierenden nehmen nach dem Abitur ein Studium an der TU Berlin auf. „TU intern“ hat Mitarbeiterinnen des Programms und Schülerinnen und Schüler nach den Vorteilen eines Studiums ab 16 befragt.

Claudia Cifire, Allgemeine Studienberatung, Projektleitung „Studieren ab 16“

Hier kann Uni im Echtbetrieb erlebt werden, und zwar in 90 verschiedenen Modulen aus allen Fakultäten, das ist reizvoll an diesem Angebot. Die Programmteilnehmer werden von den Lehrenden wie andere Studierende behandelt. Hochbegabte Schülerinnen und Schüler haben mitunter ein schweres Standing in ihrer Klasse, die relative Anonymität in einer größeren Studierendengruppe empfinden sie deshalb als entlastend.

Für die Teilnahme ist aber nicht das biologische Alter, sondern die Klassenstufe relevant: Klasse 10. Daher haben wir auch schon einige jüngere Schülerinnen und Schüler gehabt. Das ist allerdings immer eine Einzelfallentscheidung. In einer persönlichen Rücksprache klären wir, welche Veranstaltungen in Frage kommen und wie weit die Selbstorganisation ausgereift ist. Unsere jüngste Teilnehmerin war sogar erst 12 Jahre alt.

Jasmin Starke, studentische Mitarbeiterin, Projekt „Studieren ab 16“

Eine Programmteilnahme kann die Studienwahlentscheidung beeinflussen oder dazu beitragen, die Studienzeit eines späteren regulären Studiums zu verkürzen. Ein Schülerstudium erfordert neben Motivation und den notwendigen Kapazitäten auch Selbstständigkeit und fachliches Interesse. Es besteht keine Verpflichtung, Prüfungen abzulegen, und man kann auch aus dem Projekt wieder ausscheiden, wenn die schulischen Leistungen leiden. Diese Sicherheit ermutigt viele Schülerinnen und Schüler zu einer Programmteilnahme.

Chiara Hubermann, 15 Jahre alt, Jüdisches Gymnasium Moses Mendelsohn in Berlin-Mitte

Ich habe am Programm teilgenommen, weil ich in der Schule unterfordert und gelangweilt war. An der TU Berlin habe ich jetzt Mikrobiologie, Biochemie der Ernährung und Ökologie der Gesellschaft belegt, denn Biologie macht mir am meisten Spaß. Es ist erstaunlich, wie viel Stoff man verpasst, wenn man bei einer Vorlesung fehlt, aber auch, wie locker die Atmosphäre ist. Ich habe gegenüber meinen Mitschülerinnen und Mitschülern einen großen Vorteil. Ich weiß, wie die Struktur an einer Universität ist und wie Tutorien und Vorlesungen ablaufen. Durch das Schülerstudium erlangt man wertvolles Wissen. Es macht Spaß und bietet Abwechslung zum Schulalltag.

Melvin El-Khadra, 15 Jahre alt, Herder-Gymnasium in Berlin-Westend

Ich beschäftige mich gerne mit der Wirtschaft, somit war das Modul „BWL & Management“ eine Gelegenheit, mich genauer damit auseinanderzusetzen. Das Studium bietet mir Abwechslung zum Schulalltag. Es bringt die Möglichkeit, neue Leute kennenzulernen und Studienfächer auszutesten. Außerdem motiviert es mich und bringt neues Selbstbewusstsein. Ich erhoffe mir vor allem, neue Erfahrungen in den Bereichen Lernen und Selbstmanagement zu machen.

Tiziana Li Koch, 19 Jahre alt, Paulsen-Gymnasium in Berlin-Steglitz

Das „Studium ab 16“ bereitet viel Spaß und schult die Organisation. Ich wollte verschiedene Fächer ausprobieren. Außerdem war der Schulunterricht teilweise nicht mehr so interessant für mich. Ich habe den Unialltag kennengelernt, interessante Bekanntschaften geschlossen und selbstständiges Arbeiten gelernt. Zudem hat es mir viel für meinen weiteren Lebensweg gebracht, weil ich jetzt meine Stärken und Interessen kenne.

Georg Nürnberger, 14 Jahre alt, Rückert-Gymnasium in Berlin-Tempelhof-Schöneberg

Weil ich mich in der Schule langweilte, wollten meine Eltern mich motivieren und meldeten mich beim Schülerstudium für den Kurs „Praktisches Programmieren und Rechneraufbau (PPR)/IT für Ingenieure“ an. Ich schätze die Universität vor allem wegen der Freiheiten und der damit verbundenen Selbstständigkeit. In der Uni ist es egal, wann und wie man lernt: Am Ende zählt, was man kann. Es hat sich bestätigt, dass ich später Mathematik und Informatik studieren werde. Das Schülerstudium ist für mich ein Schulersatz, der mich „seelisch“ gerettet hat.

Agnieszka Asemota "TU intern" April 2014

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